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Kochen und Bloggen.

19.04.2013
Seebär Parpaiola kommt noch genauso oft aufs Wasser wie diese Flaschenpost! (Bild: dapd/ Jens Köhler)Seebär Parpaiola kommt noch genauso oft aufs Wasser wie diese Flaschenpost! (Bild: dapd/ Jens Köhler)

Kochen und Bloggen

Aus dem Leben eines gestrandeten Seemanns

Von Ernst-Ludwig von Aster

Der Seemann gehört hierzulande schon seit Jahren zur bedrohten Berufsspezies. Ernst-Ludwig von Aster hat einen alten Seemann getroffen, der unweit des Wassers in einem Seemannsheim in Bremen gestrandet ist - und von dort aus über sein Leben bloggt.

Franco Parpaiola beugt sich über die Küchenspüle im dritten Stock eines alten, roten Backsteingebäudes, wäscht Kartoffeln und Karotten, schneidet sie in große Stücke.

"Ganz schneller Eintopf ist das, habe ich gestern ein Huhn gekocht, habe ich ein bisschen Brühe, dann kommen en bisschen Kartoffeln und Möhren da rein."

Das Messer verschwindet fast in der großen Hand des alten Seemanns. Papaiola wirft das Gemüse in die Brühe, stellt den Topf auf den Herd, trocknet sich die Hände ab. Vier Jahrzehnte ist der Italiener als Maschinist über die Weltmeere gefahren. Jetzt lebt er in Bremen, unweit der Weser, in Deutschlands ältestem Seemannsheim.

"Im Seemannsheim bin ich seit ich in Rente bin, und da wollte ich nur eine Weile hier bleiben, ein paar Tage, eine Woche, es sind ein paar Jahre draus geworden."

Der große, kräftige Mann mit dem halblangen grauen Haar schüttelt den Kopf. Früher, in den 70er-Jahren, wohnte er auch hier. Immer wenn er und seine Kollegen auf eine neue Schiffstour warteten. Damals ist die Hansestadt Bremen noch ein begehrter Hafen. Und ein Schiffbaustandort. Heute entstehen im alten Überseehafen Wohnsiedlungen. Die großen Werften sind pleite. Und Parpaiola im Seemannsheim gestrandet.

"So, das ist die Brühe, rein damit (schütt, schütt)…. Dann können wir nach unten gehen, dann setzen wir uns dann."

Glatte Steinstufen führen nach unten, im ersten Stock geht es einen kargen Gang entlang. Hinter Tür Nummer 114 lebt Parpaiola.

"Wir nennen das hier die Katakomben…, ja nehmen sie mal hier Platz… "

Der 72-Jährige zieht einen Stuhl unter dem Schreibtisch hervor, bitte den Gast sich aufs Bett zu setze. Weil es hier so eng ist.

"Ganz normales 12 Quadratmeter-Zimmer mit Waschbecken, 365,55 Euro. Schreibtisch habe ich geschenkt bekommen von einer der Putzfrauen, den da auch, den kleinen Schrank."

Seit fast 10 Jahren lebt Parpaiola hier. Seit er von einem Tag auf den anderen arbeitslos wird. Damals ist er auf einem 4000 Tonnen Chemiefrachter unterwegs, soll von Großbritannien nach Rotterdam schippern. In Manchester ist für die Crew die Reise überraschend zu Ende.

"… und dann kamen russische Leute an Bord, und schon waren wir arbeitslos alle. Das war das erste Mal in meinem Leben, als ich arbeitslos wurde. Aber das ist nun mal so, das ist die Politik, die das beschlossen hat."

3500 Handelsschiffe fahren heute noch für deutsche Reeder über die Weltmeere. Doch nur noch ein Bruchteil - rund 500 - unter deutscher Flagge. Die anderen sparen Kosten, indem sie in das Schiffsregister eines anderen Staates wechseln, auf so genannte Billigflaggen setzen.

"Die zahlen keine Steuern in Deutschland, die Reedereien. Und die können außereuropäische Besatzungsmitglieder nehmen. Mit Haustarif. Und von allem, was das Schiff verdient, kommt kein einziger Cent nach Deutschland. Obwohl Heimathafen Bremen oder Hamburg, das ist pro forma."

Keine Tariflöhne, keine Steuern. Und das auf Schiffen, deren Bau oft mit Millionensummen vom Staat gefördert wurde. Zornig blickt Parpaiola durch die großen Brillengläser, startet seinen Computer. Greift zu einer Klassik-CD.

Aus den Boxen klingt Rachmaninoff, das zweite Konzert. Parpaiola bearbeitet die Tastatur.

"Ich sitze am Computer, ich habe mein ganze Leben aufgeschrieben … "

Insgesamt zehn Bücher. Auf Italienisch und Deutsch. Und immer dreht es sich um dasselbe Thema: profitgierige Reeder und ausgebeutete Seeleute.

"Die Schweinereien, die die Klassifikationsgesellschaften machen…"

Seine Bücher verkauft er übers Internet. Nebenbei bloggt er auf Deutsch. Und italienisch. Ob das größte Containerschiff der Welt, die Marco Polo, leer nach Hamburg schippert, oder neue nautische Studiengänge angeboten werden - nichts bleibt unkommentiert…

"Da wollen wir mal sehen, wie das heute gelaufen ist ... mal sehen wie der Index läuft heute, sehen sie, das sind die Leute, die sich regelmäßig anklicken …"

Die meisten Leser kommen aus den USA und Russland. Erst dann folgen Italiener und Deutsche:

"Insgesamt habe ich vorigen Monate 384 Leute gehabt,.., also es läuft."

Zufrieden nickt der 72-Jährige. Dann stutzt er, schiebt ruckartig den Schreibtischstuhl zurück.

"Ich habe Suppe vergessen, halleluja Kinder, Kinder, lasst uns mal die Suppe gucken gehen."

Rein in die Hausschuhe, wieder rauf in die Gemeinschaftsküche.

Parpaiola dreht die Herdplatte auf kleine Flamme. Blickt auf die Uhr. Zehn Minuten braucht die Suppe noch. Da hat er noch Zeit für den Computer…

"Man bleibt irgendwie am Leben, (tipp, tipp), man bleibt in Verbindung mit der Welt. Sonst würde ich ja jeden Tag in der Kneipe hängen. Das darf ja nicht sein…"


 
10.6.13 00:57


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Seemänner und Hunde im Netz

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Bremens Blogger-Szene schließt sich zusammen / Erstes Treffen am kommenden Freitag

Seemänner und Hunde im Netz

Von Annica Müllenberg und Steffi Urban

 

BREMEN. Die Minischlösser von Tagebüchern haben ausgedient: Heute schreiben Menschen ihre Meinungen, Gedanken und Wünsche nicht mehr für sich allein in verschließbare Büchlein, sondern für alle Welt sichtbar

in Internet-Blogs.

In Bremen und um zu, haben sich nun Freizeitautoren und –Fotografen zu den Nordbloggern zusammengeschlossen.

 

15 Quadratmeter mit Bett, Waschbecken und einem kleinen Schreibtisch, auf dem ein Computer steht: So sieht ein Zimmer im Seemannsheim aus – aber auch eine Blogger-Zentrale. Franco Parpaiola teilt sich von dort der Welt mit. Italiener,

Deutsche und Amerikaner lesen seine kritischen Anmerkungen

über Reedereien, Waffenhandel und Skandale aller Art.

Geschrieben hat der Italiener schon immer gern, allerdings reichte ihm ein veröffentlichtes Buch über seine Erfahrungen auf dem Meer nicht aus.

Im Bremer Seemannsheim, in dem der Rentner seit seiner Pensionierung im Jahr 2003 wohnt, initiierte er auch einmal eine Minizeitung. Aber das war irgendwann zu aufwendig.„Schreib doch einen Blog“, riet ihm ein Mitbewohner.

„Einen was?“ Parpaiola wusste mit dem Begriff nichts anzufangen, hatte aber den Mut, sich mit 65 Jahren noch

einen Computer zu kaufen.

„W-Lan, Internet und Google kannte ich nicht“, gesteht

der einstige Maschinist und zeigt auf seine Hosentasche.

„Ich habe heute immer einen Speicherstick dabei, auf dem meine Texte sind.“

Sätze mit 25 Wörtern

Nachdem er 40 Jahre lang auf den Weltmeeren unterwegs

war, ist Parpaiola in Bremen vor Anker gegangen. „Volle

Kraft“ gibt er nun mit Worten in zwei Blogs.

Der eine ist auf Deutsch, der zweite auf Italienisch.

Außerdem schreibt er ab und zu Kolumnen für einen

italienischen Blog.

Darin erklärt er seinen Landsleuten, wie Deutschland funktioniert

– vom Mittellandkanal bis Stuttgart 21.

„Ich schreibe am liebsten nachts, dann ist es still“, berichtet der Freizeitreporter, der sich täglich vielen Gefechten

aussetzt.

Als kritischer Beobachter kommentiert er die Geschehnisse in Deutschland und Italien:

„Dabei kommen beide Länder nie gut weg“, sagt der

Abenteurer mit einem Lächeln.

Auch mit der deutschen Schriftsprache ist er nicht immer einverstanden:

„Die Sätze sind mir zu kurz. Für mich muss ein anständiger Satz mindestens 25 Worte haben“, erklärt er mit weit

ausschweifenden Gesten.

Neues Netzwerk Weit ausschweifend ist auch die ganze Blogger-Szene. Parpaiola ist einer von zig Millionen, die sich weltweit im Netz tummeln.

 

Um in der Masse der Publikationen nicht völlig unterzugehen, haben sich nun einige Bremer

Internet-Tagebuchschreiber zusammengetan.

Ins Leben gerufen wurde das Netzwerk Nordblogger von der Bremerin Sandra Lachmann und der Oldenburgerin Sarah Asche.

 

Die beiden bloggen selbst und wunderten sich, dass sie nur wenige Portale aus Bremen fanden. „Es konnte

doch nicht sein, dass die Szene in Metropolen wie Berlin und Hamburg so vielfältig ist und hier nichts passiert.

Das konnten wir uns nicht vorstellen“, sagt Lachmann.

„Und tatsächlich kamen zum ersten Nordblogger-Treffen gleich 15 Leute, inzwischen ist die Gruppe auf 47 angewachsen“,

ergänzt sie.

Der Hund „schreibt“

Mit dabei seien ganz unterschiedliche Leute mit ganz

unterschiedlichen Themen.

Die Blogs heißen etwa Erdbeerwald.de,

Kleine-wunderueberall. de sowie Lieber-tee. de und drehen sich um alltägliche Befindlichkeiten, Erlebnisse, Ausflüge, Konzerte,

Selbstgemachtes wie Kleidung, Möbel sowie Essen, und sind meist kreativ bebildert.

Andere Blogger

veröffentlichen wiederum nur Fotos. Und manche lassen einfach ihren Hund „sprechen“ – wie im Blog Lifeofpopeye.blogspot.de.

Die meisten würden mit ihren Aufzeichnungen keine kommerziellen Interessen verfolgen.

„Für viele ist es eine Möglichkeit, Gleichgesinnte

mit ähnlichen Hobbys zu finden, sich auszutauschen,

neue Ideen zu entwickeln und natürlich auch die

eigenen Ideen und Gedanken zu verbreiten“, erklärt Lachmann,

die unter anderem den Blog „Wortkonfetti“ betreibt.

Kostenlose Plattformen.

Dass, das Tagebuchführen im Netz immer populärer wird

und Blogs laut Lachmann wie Pilze aus dem Boden schießen, liege auch daran, dass es so einfach sei, erläutert die Bloggerin: „Es gibt kostenlose Plattformen wie Wordpress.com und Blogger.de, über die ohne technisches Vorwissen Blogs kreiert werden können.“

Ein Selbstläufer ist das Posten aber nicht. „Es bedeutet viel Arbeit, seine eigene Plattform immer wieder mit neuen Sachen zu füttern“, sagt Lachmann.

Sie will gleichzeitig mit einem Vorurteil aufräumen: „Viele

denken, dass Blogger den ganzen Tag in ihrem dunklen

Kämmerlein am Rechner sitzen. Genau das Gegenteil ist

der Fall. Um Neues posten zu können, muss man raus, Dinge

erleben und ausprobieren und sich austauschen.“

Auch Letzteres passiert nun nicht mehr nur über das Netz.

„Die Nordblogger treffen sich jetzt erstmals in Bremen, um über ihre Ideen zu sprechen.“

Dafür will auch Franco Parpaiola seine Blogger-Zentrale

im Seemansheim verlassen.

Thema

Der

Woche

Sandra Lachmann hat die Nordblogger – ein Netzwerk von Autoren und Fotografen, die im Netz Tagebücher veröffentlichen – mit ins Leben gerufen.

Der 65-jährige ehemalige Seemann Franco Parpaiola ist wohl einer von Bremens ältesten Bloggern. Foto: Blogland/Annica Müllenberg

 

»» Das erste Treffen der Nordblogger in Bremen ist am

Freitag, 21. Juni, ab 19 Uhr, im Restaurant Loui & Jules, Vor

dem Steintor 139.

Wer Interesse hat, dabei zu sein, kann sich bei Sandra Lachmann per E-Mail an post@bloglandbremen.de melden.

»» Grundsätzlich kann sich jeder, der im Internet publiziert, den Nordbloggern anschließen und beispielsweise

bei Facebook der Gruppe beitreten.

»» Franco Parpaiolas Blogs

können unter www.

francoparpaiola - g l a d i o.

blogspot.com und www.

worldlive.de/franco gelesen

werden.

»»Weitere Blogs aus und über

Bremen sind unter www.

bremen.de unter dem Stich

21.6.13 06:21


EIN HAUFEN VON VOLLIDIOTEN IST AM WERKT

Titel
DIE BAUSTELLE
ISBN
978-3-8442-5904-9
Sprache: Deutsch
Alterseinstufung keine
Kategorie
Belletristik → Erzählende Literatur → Gegenwartsliteratur (ab 1945)
Verschlagwortung
Siemens Murksarbeit und Italienischen Korruption..
Kurzbeschreibung
Die Hauptbestandteilen eine Umwelt Katastrophen, sind: Pfusch an Bau, Geringschätzung, Unw
Ausführliche Beschreibung
Eine Affen-Komödie vor dem Siemens Desaster. Eine der Gründe warum der Siemens Abteilung „Kleine Müllverbrennungsanlagen“ zusammenbrach und warum und wie es zustande kam, wird in diesem Buch Geschildert. Der Schlamassel, welche die Joint Venture Siemens-Wehrle, sich bei dem Bau der Müllverbrennungsanlage des Ital Green Energy in Monopoli-Bari, geleistet hat, ist hierfür, das Beste Beispiel. Dies ist eine fast chronologische Schilderung wie es geschah und warum. Warum ich es so genau weist? Ganz einfach: Ich war dabei und ich habe dem Kessel in Betrieb genommen. Die kriminelle Verantwortungslosigkeit manche Italienischen Industriellen und die korrupten Eigenschaften der Italienische Behörden, hat es so weit gebrach das nun, zehn Jahren nach der Fertigstellung der Anlage, in Monopoli bei Bari in Apulien, die erste Krebs- Erkrankungen durch Umweltverschmutzung gemeldet werde. Obwohl es wirklich, zum Kopfschütteln und zum Heuen wäre, es darf wirklich Lauthals gelacht werden.

Vertriebskanäle
epubli eBook-Shop
weltweiter Vertrieb

 Leseprobe 

DIE BAUSTELLE
FrancoParpaiola
Copyright: © 2013 Franco Parpaiola
Published by: epubli GmbH, Berlin.
www.epubli.de
ISBN978-3-8442-5904-9

                                                                      DIE BAUSTELLE.
Wenn Du zu wissen wünschest, so wünsch auch, belehrt zu werden.
Kaiser Friedrich der Zweite zuseinem Sohn Konrad.

Monopoly ist ein Spiel, ein Familien- und Gesellschaftsspiel, ein Wirtschaftsspiel ums Geld, mit Banken und Immobilien, mit allem, was Gewinn und Macht, Reichtum und Ansehen mit sich bringen.
Monopoly ist ein Scheißspiel, denn es verdirbt den menschlichen Charakter und macht ihm zum Sklaven des Geldes,zum Knecht des persönlichen Reichtums und Besitz.
Daher ist Monopoly als Gesellschaftsspiel so wie das Monopol der wenigen über die vielen im wirkliches Leben, ein menschenverachtendes Spiel, ein betrügerisches Spiel also.
Monopoli ist aber auch der Name einer netten kleinen Stadt südlich von Bari in Apulien, wo einst Karl der V.eine seiner Festungen gegen die Sarazenen im Mittelmeer bauen ließ. 
Wo im Mittelalter die Normannen in den Hügeln und Bergen der Region ihre sommerlichen Domizile, ihre Bastionen und Zitadellen errichteten und wo, die ersten Aufstände gegen die Bourbonenherrschaft in Süditalien, ihren Ursprung fanden.
In diesem Teil Süditaliens, der vom Adriatischen und dem Ionischen Meer bezaubert wird, inmitten fruchtbarer Hügel hat es sich immer gut leben lassen.
Hier wurden mehrere Sprösslinge germanischer Adelsgeschlechter von Mönchen großgezogen und in die Kunst der Diplomatie, die des Herrschens, die des politischem Kalküls und der Heuchelei eingeweiht. 
Unter der eisernen Führung der Kuttenträgers wurden die, die des Lesens und Schreibens mächtig waren, unterrichtet in Latein, in Mathematik, in Geografie und Geschichte, vor allem aber lernten sie, dass Wissen Macht ist.
Nicht nur das. Die Klosterbrüdern lehrten, denen, geübt und erfahren, wie sie waren, wie man, wenn die Kunst der politischen Erpressung, die Fähigkeit des psychologischen Drucks, die Wirksamkeit der Täuschung und die der Tarnung auf dem Weg zur Verwirklichung den eigenen wahren Zielen versagten, wie man auf dem Pfad der Macht das Wissen als Waffe einsetzen kann.

Vollidioten gibt es bekanntermaßen leider überall. 
Dementsprechend muss es auch in Monopoli Vollidioten geben.
Und in der Tat die gibt es Tatsächlich.
Die Vollidioten in Monopoli aber, die sind anders als die germanischen Vollidioten, die ich kenne. 
Denn di Vollidioten in Monopoli bei Bari, glauben Tatsächlich, allwissend, allkönnend und fast göttlich zu sein, als all den dämlichen Germane dieser Welt und das, das macht die Sache nochkomplizierter, noch peinlicher und schwierige.
Denn nichts auf dieser Welt ist schlimmer als ein Vollidiot, der allwissend, allkönnend und vor allem, einzigartig auf dieser Welt, zu sein glaubt. 
Die Germanen wiederum sind aber auch nicht viel besser, wenn also die Überheblichkeit aus Süditalien sich mit die Arroganz einen Vollidioten aus Germania trifft, der ebenfalls kenntnisreich, allkönnend und über alles allmächtig, zu sein glaut, dann ist wirklich alleszu spät. 
Dann kann man nur in Deckung gehen und aus sicherer Entfernung fassungslos zusehen, was geschieht, wenn solche Experten gemeinsam ans Werk gehen, und die trafen aufeinander, und ob, sie sich aufeinandertrafen.

                                                                       ===00000===

Die Deutschen auf der einen Seite, die Italiener auf der anderen, jeder für sich, fast anarchisch zueinander stehend, schafften sie, eine Anlage zusammenzubauen, die zur Schande der deutschen Wertarbeit in die Welt wurde, die aber gleichzeitig auch eine monumentale Bestätigung des einfältigen italienischen Servilismus, dem deutschen gegenüber, darstellt.
                                                                         ===00000===

Am Anfang dieses Vorhabens stand,wie ich später hörte, nicht ein Geistesblitz, nicht der edle Gedanke einem lokalen Visionärs aus Polignano bei Monopoli, der, die Probleme der Bell Paese Republik, mit Olivenschrot lösen wollte.
Von wegen! Am Anfang stand ein wahrer Blitz samt Donner und Getöse, der nicht bei Monopoli in Apulien, sondernirgendwo in den Schweizer Bergen runterging.
Der Blitz, der vom Himmel fiel, bewirkte auch etwas anderes, denn da wurde den Italianucci klar, dass jedes Licht, das in den italienischen Nächten funkelt, nur dank Siemens funkelt. 
Ferner begriffen Italiens Spitzengehirne, dass jede Funzel, die lichte,  die iin die talienischen Nächten nicht funkelt, unter Umständen nicht funkeln kann, weil wahrscheinlich kein elektrischer Strom durch das gesamte Netzwerk Italiens mehr fließt, weil Siemens gemogelt hat.
Dazu begriffen Italiens Gehirnamputierte auf schmerzliche Weise, das, wenn in der Schweiz aus irgendeinem halben Orkan ein Blitz zur Erde rasselt, der wiederum einen Baumniederfällt, der auf eine Überlandstromleitung knallt, die Strom nach Italienliefert, und die Stromeinspeisung in dem Land der Pasta als Sugo außer Gefechtsetzt, dem zufolge, in ganz Italien das Licht ausgeht. 
Das war die Lehre, die die Stromelite Italiens aus dem Blitz zog.
Nicht nur das, die Italianuccis lernten auch etwas noch sehr Wichtiges dazu. 
Die Italianuccsi lernten nämlich, dass der elektrische Strom, den sie brauchen, um ihre Espresso und Spaghetti al dente zusammenzuschustern, auch von dem Wachzustand und der Handlungsschlagkraft der Eidgenossen abhängig ist.
Wenn also irgendein blöder dämlicher Eidgenosse in irgendeiner beschissenen Stromschaltzentrale in der Öde der eidgenössischen Leben, pennt, gehen in Italien die Lichter aus, und der Schweizer Depp, merkt noch nicht mal was davon. 
Sobald es aber in ganz Italien zapfenduster wurde, lernten die seligen Italianuccis auch noch was anderes. 
Die lernten nämlich, dass die italienischen Funzeln, die nicht Funzeln, nicht Funzeln, können, eventuell auch dank des Geschäftssinns von irgendeinem Siemens Experte. 
Die Italianuccsi lernten aber auch, dass all dies nur möglich war, dank ihrer Unterwürfigen Lakaienhaften Dämliches benehmen,  den Deutschen gegenüber.
Ja, auch das lernten die Italianuccis an dem Tag, als es im ganzen Land zapfenduster wurde. 
Denn die Lichter Italiens, die gehören Siemens. 
Die Stromerzeuger Italiens, die wurden von Siemens geliefert.
Die wurden unter Anleitung von Siemens zusammengebaut und betrieben. 
Die Anlagen wurden auch von Siemensam Laufen gehalten, weil Siemens einen exklusiven Instandhaltungsvertrag fürall diese Anlagen mit dem heiligen italienischen Stromnetzbetreiber ENEL, abgeschlossen hatte.
Daher bestimmt Siemens, wo und wannwelches Teil in den Anlagen Italiens, zu wechseln ist.
Siemens bestimmt, wie jedesErsatzteillager bestückt sein soll, und Siemens bestimmt auch den Preis.
Siemens hat fast das totale Monopoldes elektrischen Stroms und der Heizgasversorgung Italiens, Siemens hat alles,und die Italianucci sind die Deppen.
Siemens zum Beispiel baute in die italienischen Stromanlagen keine Selbstschutzvorrichtung ein. 
Jene Schutzschalter in einem elektrischen Stromkreis, also, dass, sobald der primäre Erzeuger oder Verteilerüberbelastet wird und sich abzuschalten droht, all dem unwichtigen Verbraucher,in diesem Fall ganze ländliche Regionen Italiens also, kurzerhand abknipst. 
Besagte Schalter wurden aber, ohne, dass in Italien jemand aufgemuckt hätte, oder, weil die Italianuccis wahrscheinlich das noch nichts mal gemerkt hatten, von dem Siemens-Kalkül-Haiopei aus Erlangen, wegkalkuliert, wegrationalisiert, weggespart.
Einigen Jahren später, grade diesem fehlenden Schütz Schalter, führte an einem schönen Tag, zum Zusammenbruch dergesamten italienischen Stromnetzwerk und zum Nationalen Black-out. 
An dem Tag, zog von Nordwesten her,von der Biskaya also, als Ratatouille eines ehemaligen mächtigen Wirbelsturmsaus der Karibik, so ein halbes Orkänchen durch die Schweiz. 
Der Sturm brachte jede Menge Blitzeund Donner und Windböen mit, und einer dieser Blitze traf und fällte dort aufeinem Berg einen Baum. 
Der Baum wurde von den halbenorkanartigen Windböen erfasst und auf einen Überlandstrommast, der AKW Strom indas Kernkraftwerk freie Italien führte, geschleudert. 
Die Eidgenossen, erhaben, staatlichblind und stolz ihrer eigenen Apathie wegen, wie sie nun mal sind, und wie nur die so sein können, hielten die Klappe. 
Die hielten die Klappe, weil so ein Kasus, dass sich aus einem hierher gelaufenen halben Orkan aus dem Nordwestendes Globus ein Blitz löste, der in Italien das Licht ausknipsen würde, einfach undenkbar war.
Hinzu kam, dass der Fall, dass ein Blitz einen dämlichen Baum in den Schweizer Bergen umhaute, der wiederum eine Überlandstromlinie kappte, der wiederum in Italien zum nationalen Black-out führte, weil Siemens geschummelt hatte; nicht in ihre eidgenössisches Statut vorhergesehen war. 
Und daher denen völlig unbekannt und bedeutungslos.  
Und so, während in Italien die Menschen, die den ganzen Mist, der aus der anderen Seite des Brennerpasses kommt, für besser und wichtiger als den eignen heiligen Mist halten, die, die Beiweitem all die Kacke, die aus Deutschland nach Italien runter plätschert, als willkommen heißen. 
Die, die den Nachbarmisthaufen als viel besser und viel konsistenter als den wahren, eigenen heiligen Mist, zu betrachten und zu ehren wissen, merkten nichts davon und dämmerten weiter Vorsichhin.
Während die also in dem Verantwortung abnehmenden Schatten dem skurrilen, fragilen Siemens-Lügenhaus schlummernd und selig vor sich hin von Heldentaten und gigantischen Wagnissenim Schatten der Selbstgefälligen träumend, sich sicher und wohlbehütet fühlten,gingen in ganz Italien fast schlagartig die Lichter aus.
Sie wurden wach, als der erste Stromverteiler in Italien sich wegen Überlast abschaltete und ihre Espressomaschinen nichts mehr hergaben. 
Das war aber schon zu spät, denn mit dem einen, sich wegen Überlast abschaltenden ersten Komponenten des italienischen Stromversorgungsnetzes, ging sein Nachbar sofort in überlast und schaltete sich ebenfalls aus. 
Somit war der Dominoeffekt in Ganggesetzt worden und konnte nicht mehr gestoppt werden.
Brav, wie auf Kommando schaltete sich wegen Überlast, immer rasanter, immer schneller, einer nach dem anderen,alle Stromerzeuger des Landes ab. 
Am Ende der Misere breitet sich der barmherzige Mantel der Dunkelheit diskret und taktvoll über das stolze Land der Heiligen, der Dichter und der Seefahrenden aus, über das Land des staatlichen Beamtentums, der Kommunisten, der Gewerkschaftsfunktionäre und der Pasta al dente Anbeters, über das Land der zuverlässigen urbanen Ordnungshüter und der„vu gunbrà“ aus Afrika.
Über das Heilige Land der Italianuccis also, die nun zapfenduster geworden war, brach Panik aus; kein Schwein verstand was los war und kein Schwein wusste Rat. 

                                                                     
Und ich stand alleine da, als Gastarbeiter im eigenen Land, ganz alleine zwischen beiden Fronten. 
Dort sollte ich unter diesen Umständen eine Anlage anfeuern, die aufgrund Italo-germanischer überheblicher einfältiger Dummheit, nie richtig funktionieren konnte und deshalb zum teurenhalben Fiasko  wurde.                                                                    
                                                                       ===00000===

Auf einmal, nach so vielen Jahren in Deutschland und um die ganze Welt, nach all dem Scheiß, den ich über Italien in Deutschland von der Presse, aus dem Radio und Fernsehen, aus Talkshows und in den Kneipen, von Journalisten, von Politiker und vom einfachen Volk gehört hatte, bat sich da eine Möglichkeit. 
Da bat sich auf einmal die einmalige Gelegenheit, vor Ort, in Italien, den Deutschen und den Italienern gemeinsam bei der Arbeit auszuspähen.
Endlich bat sich die Gelegenheit heraus zu finden, was da zwischen den beiden Völkern wirklich los war.
Nach so viel fast rabiater, manchmal berechtigter, aber fast immer böswillig dargestellter, verdrehter und sarkastischer Kritik an Italien und seinem Volk wollte ich endlich wissen, was wohl von deutscher Sicht aus Trumpf war.
Den Grund, warum es so war, den ahnte ich seit langem schon. 
Den ahnte ich schon seit Komárno, seit einigen Jahren ahnte ich den schon, seit ich an Land und nicht mehr in meiner vertrauten Umgebung auf See war, ahnte ich den schon.
Ja, ich war mir fast sicher, dass ich mit meinen Vermutungen Recht hatte. 
Ich hatte es wahrscheinlich nur noch nicht wahr haben wollen, denn sonst hätte ich auch meine Einstellungen revidierenmüssen.    
Also, ich legte mich auf die Lauer und um besser beobachten zu können, stellte mich erst mal doof an.

In Monopoli, da gibt es in derAltstadt viele kleine Gassen und enge Straßen mit kleinen Läden, „Tante Emma“ähnlich. 
Dort, wo die einfachen Menschenleben, findet man auch kleine handwerkliche Familienbetriebe aller Art. 
Frisöre, die nach altem Brauch und Zunft nach dem Rasieren mit kleinen Scheren auch noch die Ohren- und Nasenhaare ihrer Kunden abschneiden.
Schneider und Schuster und kleine, fast geheime von den Frauen des Hauses geführte Restaurants, die vor allem den Frischfisch, den ihre Ehemänner nachts fischen, nach uralten Rezepten zubereiten und in vielen Varianten Tagtäglich anbieten.
Monopoli ist nicht allzu groß, Monopoli ist auch nicht allzu klein, Monopoli ist eine Provinzstadt, die im Sommer auch von Touristen besucht wird. 
Es gibt nicht allzu viel Tourismusin der Stadt, die Lokale der Stadt sind aber trotzdem immer gut besucht.
Die Menschen dort sind fleißig, wenn nicht auf dem Bau, dann arbeiten sie in kleinen Industriebetrieben außerhalb der Stadt. 
Wenn nicht in der Landwirtschaft, dann in der Gastronomie.
Wenn nicht in der Fischerei, dann am Hafen oder an beiden Orten, wenn nicht in der Stadt, dann in der unmittelbaren Umgebung.
Ja, die Menschen in Monopoli, diesind fleißig - reich sind die Menschen dort nicht, es reicht aber zum Leben, denn die sind bescheiden und zufrieden mit dem, was sie haben.
Im Sommer spielt sich das Leben der Leute in Monopoli auf der Straße ab, die Gassen und engen Straßen der Altstadt, die während der Hitze des Tages fast wie ausgestorben sind, leben abends förmlich auf.
Während ältere Menschen vor ihren Haustüren sitzen, leise miteinander sprechen und die Frische des Abends genießen, spazieren junge Eltern mit ihren Kindern an der Promenade, am Meerentlang. 
Anderen gehen irgendwo in eines der vielen Restaurants eine Pizza essen.  
Gleichzeitig flitzen halbwüchsige Teenager mit ihren verdammten Mopeds in halsbrecherischem Manöver in den engen Straßen der Stadt herum, und keiner meckert  denen nach. 
Mithilfe eines portugiesischen Kollegen, der auf der Baustelle für ein deutsch-italienisches Subunternehmen arbeitete, fand ich dort eine zu mir passende Wohnung.  
Mehr als eine Wohnung, es war ein ganzes Haus, was ich mir da gemietet hatte, es war einfach drollig und ulkig zugleich, denn so was hatte ich noch nie gesehen.
Ein Haus mit vier Zimmern, keine zweihundert Meter vom Meeresstrand entfernt und mit einem Badezimmer, das vorkurzem total renoviert worden war.
Das Haus hatte vier Etagen, denn alle vier Zimmer, die lagen eines über dem anderen und waren durch einen offenen Treppenschacht, der sich von unten, von der Küche aus, nach oben zog, miteinander verbunden.
Die Zimmer waren klein, gerade eben zehn Quadratmeter groß, wobei gut ein Drittel davon von demTreppenschacht in Anspruch genommen wurde.
Die Treppenstufen und das Bad waren mit Marmor bepflastert worden, das Schlafzimmer in der dritten Etage und das Zimmer, das ich eventuell als Schreibzimmer verwenden wollte, auch. 
Nur die Küche hatte noch den altensteinigen Boden aus dem dreizehnten oder vierzehnten Jahrhundert.
Nur das Schlafzimmer in der drittenEtage und das andere Zimmer in der vierten Etage hatten verputzte Wände. 
Das Zimmer auf der zweiten Etage samt Badezimmer nebenan und die Küche hatte man so rustikal wie damals erbaut gelassen.
Die dicken, festen Granitblöcke der Mauern des Hauses hatte man so belassen, frei und naturell wie damals, wie der alte Kaiser Karl der Fünfte seine Festung dort in der Nähe auch gebaut hatte. 
Das Ganze sah wirklich teutonisch aus, würdevoll und arkadisch, nach Verdi und Mozart Requiem klängen schmeckend, nach Wagnerianischen Geistern und Gespenstern vibrierend, zu Mönchen ähnlichen Bußgebeten und gutem Seelensaatgut anregend.
Verdammt, was hatte ich mir da bloß für ein uraltes ehrenwürdiges Rattenloch gesucht.
Ein Tisch, ein Stuhl, ein Gasherd zum Kochen, eine Spüle, ein Kühlschrank und ein Küchenschrank, das war die Einrichtung der Küche.
Teutonisch einfach, spartanisch praktisch.
Die Küche hatte kein Fenster, da war aber ein Loch, gerade mal 20 mal 30 Zentimeter groß, in der meterdicken Mauer. 
So ein Loch, wie man es auf alten Burgtürmen sieht, vergittert und verglast natürlich, das war das Fenster.   
Das war der sommerliche Dunstabzug des Küchenherdes. 
Während der kurzen süditalienischen Winter diente das gesamte Haus als Abzugshaube über dem offenen Treppenschacht nach oben. 
Erst ab der zweiten Etage gab es Fenster, einer kleinen Klosterzelle ähnliche Fenster je Zimmer.
Auf dem blitzblanken uraltensteinigen Boden der Küche, da lag auch ein Teppich, und der passte meinem Erachten nach, nicht zu der Würde des uralten Rattenlochs, und den wollte ich weg haben.
Darunter aber verbarg sich der Deckel der Einstiegsluke zum Trinkwassertank des Hauses. 
Den Teppich hatte man darauf gelegt,damit kein Dreck durch die Fugen des Deckels in den Trinkwassertank fiel, denn das Haus war nicht an das Aquädukt der Stadt angeschlossen.
Es war nicht angeschlossen, weil das Haus, genauso wie viele andere Häusern der Altstadt, unter Denkmalschutz stand.
Man hätte es eventuell an die zentrale Wasserversorgung der Stadt anschließen können, das hätte aber sehr viel Zeit, sehr viel Bürokratie und sehr viel Geld gekostet.  
Schwarz konnte die Eigentümerin des Hauses es nicht mehr anschließen lassen, denn sie hatte sich mit der nörgelnden Nachbarin in die Wolle gekriegt. 
Die missvergnügte Nachbarin war weder ein Engel des Friedens noch des guten Zusammenlebens, sie war aber nicht bös, sondern nur etwas sonderbar. 
Sie lebte allein und einsam und war deswegen etwas verbittert. 
Deswegen hätte sie ohne Zweifel sofort Terror gemacht, wenn es jemand bei Nacht und Nebel gewagt hätte, denmuralten steinigen Gassen-Belag aufzuheben, um die zentrale Wasserversorgung derStadt, abusiv anzuzapfen.
Sie hätte dann ohne zu zögern sofort die Vigili Urbani, das Ordnungsamt also, angerufen und das wäre der Hauseigentümerin sehr teuer zu stehen gekommen. 
Das hätte sie bestimmt getan, dies wurde mir eines Tages von dem anderen Nachbarn nebenan, dem alten Schulhausmeister im Ruhestand, gesagt.
Er hatte mir auch hoch und heiligversprochen, falls sie nicht endlich Ruhe geben wollten, irgendwann beiden Hennen den Hals umzudrehen.
Das Haus hatte zwar keinen direktem Trinkwasseranschluss, dafür aber einen zehn Kubikmeter fassenden Wassertank alsTrinkwasserreservoire zur Verfügung, der unter dem Küchenboden ausgegraben worden war.
Die Einstiegsluke auf dem Tank war mit einem Deckel versiegelt, und auf dem Deckel lag, damit kein Dreck ins Wasser fiel, der abgenutzte und abgewetzte Teppich, den ich nun weghabenwollte. 
Dazu, alles in Nacht- und Nebelaktionen abusiv gebaut und im Boden versenkt, gab es auch einen Drucktank mit eingebauter Wasserpumpe, wobei das Wasser nach Bestellung per Tankwagen geliefert wurde. 
Das fand ich natürlich sehr vernünftig und praktisch zugleich, der Teppich blieb also.
Nur das gesamte Abwaschabflusssystem und die Sanitäranlage des Hauses waren an das Abwassersystem der Stadt angeschlossen worden. 
Das hatte die einfallsreiche und resolute Hauseigentümerin anbringen lassen, als die bizarre und denunzierende Nachbarin nach einer von den vielen Auseinandersetzungen, die fast täglich zwischen den beiden Hennen ausbrachen, mit Kreislaufproblemen im Krankenhauslag. 
Dies alles natürlich in einer Nacht-und Nebelaktion, abusiv versteht sich von selbst, nicht wahr?
Somit brauchte ich nicht, wie vielen anderen Einwohnern der Altstadt auch, das öffentliche Bad- und Toilettenhaus zu benutzen, das unterirdisch in der Mitte der Piazza nebenan, zur Verfügung stand.
Das fand ich noch besser, noch praktischer, noch vernünftiger.
Elektrischen Strom brauchte ich auch nicht zu bezahlen.  
Einfallsreich, wie die Hauseigentümerin nun mal war, hatte sie, weiß Gott nur wie, sich auch mit der Stromversorgung zu helfen gewusst. 
Denn die gesamte Stromversorgung des ehrenwürdigen Rattenlochs war auch auf Stadtkosten, versteht sich von selbst, nicht wahr, auch abusiv also an den Stromverteilerkasten, der neben der Eingangstür stand, angeschlossen worden.
Das fand ich als Mieter noch besser, noch praktischer, noch vernünftiger als vernünftig.
Alles, was ich brauchte, war also Gas für den Kochherd, Futter und Bettwäsche für meine Koje, mehr nicht. 
Einen Fernseher hatte sie mir auch besorgt und ein Radio für die Küche, das hatte ich mir selbst gekauft.
Das war meine Wohnung in Monopoli, alt, drollig und ulkig, sie gefiel mir aber gerade deswegen vielleicht auf Anhieb und gerade, weil das für mich ungewöhnlich war und noch dazu, weil die Altstadt in Monopoli wirklich blitzeblank und Meister proper sauber ist, dem nahm ich.

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»Wir sind dabei, denen dem Kessel in Arsch zu fahren,« -sagte ich einige Tage später zu meinem Bauleiter- »die Abgastemperatur im Kessel ist leicht gestiegen, gleichzeitig aber sind die Temperaturen des Dampferhitzers um einiges gefallen. Ich muss mehr Brennstoff als sonst geben, ansonsten erreiche ich nicht die vorgeschriebenen Sollwerte,« erklärte ich ihm noch.
An dem Nachmittag war der Kontrollraum vollbepackt mit Bakaluten und Pseudoexperten aller Art.
Das gesamte Siemens-Management war zur Stelle, unsere Kesselbrigade war da und der Bauherr samt all den seinen engstem MItarbeitern, hatte sich auch die Ehre gegeben.
»Das liegt an der Qualität des Brennstoffs,« sagte der Oberclown aus dem Siemens-Zirkus, der zugehört hatte.
Verdammt noch mal, wir starteten die Anlage nur noch während des Tages, das hieß aber auch, dass ich um 5Uhr morgens auf die Baustelle trabte und erst, gegen 22Uhr Feierabend hatte.
Das hieß aber auch, dass ich geschlagene siebzehn Stunden an den Monitoren saß, denn keiner der Artisten konnte den Kessel fahren.
Schwafeln konnte die alle wie die Weltmeister, den Ofen am brennen halten aber nicht, das war auch ein Problemfür mich, denn ich lebte nur noch von Kaffee und Belegte-brötchens, aus der Kantine, bei Pasquale.
»Wenn ihr glaubt, dass ich euretwegen den Kessel versaue, meine Herren, dann liegt ihr falsch, die Rohre im Kessel sind langsam am verkalken, und Kalk wirkt wie eineIsolierungsschicht. Erst müssen wir das Wasser im Kessel wechseln und danach nach der Ursache der Kontamination suchen.
»Das Wasser ist gut«, protestierte der Computer Depp
»Überlegt euch mal gut, was in den nächsten Stunden geschehen soll, meine Herren, denn sonst lasse ich ein Casino vom Stapel, der euch alle in die Hölle befördert,« sagte ich noch in die Rundeder Besserwisser, ohne mich um den Computeronkel zu kümmern.
Eine Siemens-Katastropheneinsatzkonferenz wurde sofort einberufen, all den Siemens-Vollidioten verschwanden aus dem Kontrollraum, und ich hatte meine Ruhe.
Zehn Minuten später rief mich der Bauleiter und bat mich, den Kessel, außer Betrieb zu nehmen.
Als wir später das Wasser aus dem Kessel abließen, war es rotbraun.
»Gratulieren, meinen Herren, ihr habt uns den Kessel und wahrscheinlich auch die Turbine versaut.«.
Mehr sagte ich nicht, als ich das Wasser aus dem Kessel sah, und die Herren Experten hielten betroffen die Klappe. 
Der Lord der kleinen grünenMenschen, der nicht auf den Kopf gefallen war, bestand darauf, dass der Kessel nur mit destilliertem Wasser wieder gefüllt wurde, und die lieferte er uns auch am selben Tag noch.
Das taten wir auch, und am nächstenTag feuerte ich den Kessel wieder an, und der Zirkus, fing noch mal von vornewieder an.
Nach drei Betriebstagen war das teure destillierte Wasser genauso beschmutzt wie all dem Wasser davor.

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Während des Sommers ist Monopoli ab 13Uhr wie ausgestorben. 
Alle Geschäfte, bis auf die Bars und Cafés, sind dicht, sogar der anarchistische Autoverkehr in den engen Straßender Stadt kommt dann zum Stillstand. 
Nichts bewegt sich, denn es ist Mittagzeit, die Menschen sind beim Mittagessen. 
Im Winter erst ab fünfzehn Uhr und im Sommer ab sechzehn Uhr geht es in den Straßen von Monopoli wieder rund, während dieser Zeitspanne haben die Touristen nichts zu befürchten.
Erst ab dem Moment, wo die Geschäfte wieder aufmachen und das Autoverkehrsinferno in den Gassen und Straßen der Stadt aufs neu losbrodelt, müssen die Touristen aus dem hohen Norden, wieder Angst und Bange um ihr Leben haben. 
Am besten kann man dieses Phänomen unterm Sonnenschirm auf der Terrasse des Café Roma beobachten. 
Wenn ich dort mutterseelenallein bei 45° Grad in der Sonne mein Bier trank und auf die menschenleere Piazza blickte, erspähte ich manchmal einige Menschen, die ziellos in der glühenden Hitzewanderten. 
Meistens waren sie zu zweit, mitkurzen Hosen, Schlapphut, großen dunklen Brillen und Rucksack, mit Sandalenohne Socken an den Füßen und eine Plastikflasche Trinkwasser in der Hand, das durch die Hitze fast am Kochen war.
Beide mit einem Fotoapparat auf der Brust, manche hatten in den engen Gassen der Altstadt auch ein Fernglas noch dazu, torkeln ziellos, kurz vom Hitzedelirium und nicht allzu weit von einem Hitzschlag entfernt, in der glühenden Mittagshitze eines hochsommerlichen Tages in Monopoli bei 40° im Schatten durch die leeren Gassen und Straßen derStadt.  
Die sind garantiert deutsche, es müssen deutsche sein, denn normale Menschen, die tun so was nicht. 
Die müssen deutsche, oder zumindesten Bazillen aus dem Höhennorden, was in diesem Fall, versteht sich vonselbst nicht wahr, dass gleiche wäre, denn die Einheimischen, die sitzen mittags zu Hause und mampfen Pasta al dente, dachte ich mir, immer wieder, wenn ich solche fast gespenstische Gestalten in der brütend schwülen Mittagshitzedurch die Gasse der Altstadt wandern sah. 
Warum aber, dieselben bescheuerten wildfremden Mittagswanderers aus dem hohen Norden, sich, sobald sie den einsamen alten Mann erspähen, der auf der Veranda der Bar Roma siezt, und sich an ihn heranschleichen, das habe ich bis heute noch nicht kapiert. 
Triefend vor Schweiß und fast wie ein altes Dampfross dampfend, mit reichlich leeren Bierflaschen vor sich stehend, fast unbeweglich sitzt der alte Mann da, nur seine Augen verraten dem aufmerksamer Betrachter, dass er noch lebt.
Nur sein rechter Arm, indem er die Flasche, die vor ihm steht, mit Bedacht anhebt und zum Munde führt, zeugt davon, dass der alte Mann sich auch noch bewegen kann.
Und sie haben auch noch, wahrscheinlich weil die Hitze ihre denk vermögen gewältig eingeschränkt hat, der Courage so einer Gestalt anzuquaken.
Warum sie ihn aber sofort auf Deutsch anquaken, das habe ich mir noch nie erklären können.
»Grüß Gott, von wo kommen Sie denn,« so sprach mich aber, das neugierige Volk aus dem Norden meistens an.
»Aus Italien«, antworte ich immer kurzund bündig und ziemlich zugeknöpft. 
Ab dem Moment fingen bei denen die Probleme an, denn meistens waren es ältere Ehepaare, die mich da ansprechen,und alte Menschen sind bekanntlich schwer von Begriff.
Die schauen mich zuerst ziemlich perplex an, danach zählen sie brav und penibel all meine leeren Bierflaschenauf dem Tisch.
»Das glauben wir nicht«, sagen die dann fast immer, mit knallharter felsenfester Überzeugung.
Ja, was denn nun? Bin ich vielleichtein Lügner, verflixt noch mal. 
Ab dem Moment aber war das Eisgebrochen, und es hing nur noch von meiner jeweiligen Laune ab, ob das Gespräch weiter geführt werden würde oder mit einem. »Doch, bin ich wirklich, aber Sie müssen mich jetzt entschuldigen, ich muss weg.«.
Meistens haute ich dann schleunigst ab. 
Denn deutsche Touristen, die in der Mittagshitze eines süditalienischen Hochsommertages mit hochrotem Kopf kurz vor einem Hitzschlag stehend, trotzdem in der Mittagshitze spazieren gehen, die sind in meinen Augen nicht ganz dicht. 
Wenn aber die selben deutschen Touristen einen wildfremden alten Mann, der in derselben Hitze bei 40 Grad unter einem Sonnenschirm Bier trinkt, dumme Fragen stellen, dann haben die schon einen Knall.
Darum hau ich meistens ab.

Wahrscheinlich, um der allzu großen, fast unnatürlichen Hitze zu entgehen, die wir ältere Menschen seit einiger Zeit im Süden Europas spüren und unter der wir leiden, schaffte ich es doch, nach Bremen zurück,  zu dampfen.
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Bremen ist voll von Geschichten, denn Bremen ist Geschichte, die Geschichte Bremens ist voll von Menschen, die Geschichte machten und von Menschen, die Geschichten sind.
Die Geschichte Bremens ist die Geschichte seiner Menschen, denn sie haben die Geschichte Bremens geschrieben.
Die Webstühle, die im Störtebeker zu Trennwänden zwischen den Tischen umfunktioniert worden sind, konnten Bände über die Menschen erzählen, die an solchen Arbeitsgeräten zwölf Stunden am Tag zuerst sieben, später sechs Tage die Wochen ,Jutesäcke gewebt hatten.
Die Einzigartigkeit Bremens ist inder Besonderheit seiner Menschen, die durch nichts klein zu kriegen sind, zuf ühlen.
Seine Kraft ist in der Gelassenheitseiner Bürger zu spüren.
Seine Stärke an seiner Festigkeit zu Messen. 
Seine Beständigkeit in seiner Ausdauer zu suchen.

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Im Andechs Wirtshaus habe ich es im Laufe der Zeit, was auch nicht so einfach war und sehr viel konsequente Übungs, ausdauer und starke Willenskraft benötigt hatte, doch zu etwas gebracht, denn dort habe ich mich auf Menschen mit dem „Ich muss pissen“-Ausdruck im Gesicht spezialisiert.
Da gibt es den resoluten Herrn, der sich mit felsenfester Mimik fragt, was die Welt kostet und sich auch so benimmt. 
Der unerschrocken, einige Male im Kreis durch das Lokal läuft, bevor er endlich an der Wand ein kleines Schild sieht, auf dem „Toilette“ geschrieben steht und ein Pfeil, der nach untenzeigt.
Genau in dem Moment fangen bei dem Mann die Probleme an. 
Denn genau unter dem Hinweisschild stehen als Gefälligkeit des Hauses für die vierbeinigen Freunde der Gäste zwei Hundefutternäpfe, der eine fürs Trinkwasser, den anderen fürs Hundefutter, aber partout keine Pissbecken.  
Erst dann, wegen des aufdringlichen Drucks auf seine Blase, fragt so ein Mannesbild von Herrn mit herrischer Stimme und verärgertem Blick eine der freundlichen und netten Angestellten, wo denn die Toiletten seien.
Dem sage ich nichts. 
Denn ein „Was kostet die Weltonkel“mit dem „Ich muss pissen“-Ausdruck im Gesicht, die nicht freundlich fragen, wo Mann pissen gehen kann, der kann sich meinetwegen ruhig in die Hose pinkeln. 
Nein, dem sage ich nichts, denn wen im Andechs pissen gehen will, der must freundlich sein.
Ganz im Gegenteil zu den Bierkumpanen an den Tischen, die, bevor ihr Rest Bier im Glas schal wird, auf die Schnelle pissen gehen wollen. 
Solche Kameraden, die erkenne ich sofort, und bereitwillig und mit vollem Verständnis für das dringende Anliegen dieser Biergenossen, zeige ich denen postwendend dem Weg nach unten zu denerlösenden Räumen.
Da gibt es auch die unbekümmerte, resolute junge Frau, die nicht lange herumfackelt und wenn sie mal muss, klar und deutlich mit charakterfester Stimme fragt, wo eigentlich die verflixten Klos wären. Solche Menschen bekommen sofort von mir den befreienden Hinweis.
Da gibt es aber auch die schüchterne Dame. 
Sie ist die scheue Grazie in Person, sie, die so unschlüssig um sich blickend, fast über den Flur schwebend, fast unauffällig im Lokal umhergeht. Spätestens bei der zweiten Lokalrunde bleibt sie normalerweise verwirrt vor dem trügerischen Toilettenhinweisschild an derWand stehen. 
Der Pfeil auf dem Schild, der zeigt nach unten, direkt auf die Hundenapftöpfe, und so flehend um Hilfe, ängstlich suchend und mit den Augen bettelnd, schaut sie sich verwirrt und in Not um.
Bei dem Anblick solch menschlichen Not wird mir gleich warm ums Herz.
Klar, dass ich sie  bereitwillig helfe, denn es könnte ja sein, dass gerade sie die eine ist, die dem Opa-komplex hat. 
Man kann nie wissen, nicht wahr?
Die tut mir ja so Leid, aber so leid, dass ich ihn, um ihre Schüchternheit nicht zu verletzen, mit fast konspirativem Blick zeige, wo die Wendeltreppen zu den lang ersehntenSanitäranlagen sind. 
Mit dezenter Scham dann, leichterrötet bedankt sich die junge Dame mit einem Hauch von einem Lächeln und sprintet gleich los zu den rettenden Stufen, und mein Tag ist dann beim Anblickso viel anmutender bezaubernder Unschuld gerettet.

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Damals, warf ich das Handtuch, weil ich merkte, dass für Änderungen oder Verbesserungen kein Spielraum vorhanden war, dass es schlicht und ergreifend nicht möglichwar, mit den Menschen seien sie Italiener oder Deutschen gewesen, zu kommunizieren.
Ich wahrnahm, dass ich das Spiel verloren hatte, aber nicht, weil ich nicht wusste, was zu tun gewesen wäre, oder nicht in die Lage, zu spielen und handeln gewesen wäre.
Ich musste das Handtuch werfen weil für die nötigen Änderungen an der Anlage, die einer guter und sicherer Betrieb, garantiert hätten, zu spät war.
Ich musste das Handtuch werfen, und freier Hand die Helden, die sich Siemens Facharbeiters schimpften und der deutsche Wertarbeit in die Weltrepräsentierten, überlassen, nicht weil die mächtiger als ich waren, nein so war das nicht.
In einem anderen Land und besonders in Deutschland, ich hätte sie alle in dem Arschgetreten, und mir die Polizei geholt, sie alle Angezeigt wegen Gefährdung von Menschenleben, Umweltverschmutzung und verstoß gegen die elementarsten Unfallverhütungsvorschriften auf eine Baustelle.
In Italien, in Apulien, in Monopoli, das wäre nahezu, wenn nicht schlicht einfach unmöglich gewesen, denn in Italien, bei den Behörden und den einschlägigen Anstalten des Landes, herrscht zu viel Korruption und Gleichgültigkeit und Servilismus.
Ich musste das Handtuch werfen, weil der Bauherr und Siemens, in Monopoli einigen sehr Einflussreichen alliierten hatten, die von dem Kommunale, bis zu der Regionale und Nationaler Politik, bis zu der höchsten Sphäre der Industrie des Landes reichten, wo nur das Geld, Millionen von Euros also, zählt und die Menschen und der Umwelt nicht anderes als fast belanglosen, lästigen Notwendigen  Erscheinungen sind. 
Darum musste ich das Handtuch werfen, ich war aber nicht der Verlierer.
Monopoli hatte verloren, nicht ich, und mir ihn ohne Ausnahme alle ihre Einwohner, und das tut mir wirklich leid.
Inder Tat, das war eine der weniger Male, wo ich so gern und von ganzen Herzen,unrecht gehabt hätte.

                            ENDE
22.6.13 08:45





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