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FOR A FEW DOLLARS MORE

Was soll der blödsinn, Amigos!

Aus: Lloyd’s List Monday 05th July 2010
The German Government will provide financial support for Shipp Owners who want to fit Vessels for slow steaming.
The Country National Maritime Coordinator Hans-.Joachim Otto said to-day in Berlin.
The promise fallows a summit meeting between the Government and the Maritime Industries.                                                
Que passa Ihr VDR Amigos, schämt ihr euch denn immer noch nicht?
Ihr bettelt für „Sparfahrt kosten“ um 2 (zwei) Millionen Euro in Berlin und dabei bestellt ihr für 2 Billionen € Schiffe in China.
Warum denn nicht in Deutschland?
Oder haben euch die Chinesen definitiv einkassiert, wie vielen Milliarden Euro schuldet ihr schon den Chinese?
 
Ach ja. Hanoi ist nähr als man denkt nicht wahr?
Wenn es Berlin um Steuergelder zu  betten geht , scheinbar auch, nicht Wahr?


                                   TONI.

Aus „Der Fall: MS EL CASTILLO.

ISNB 3-86516-375-0
Von Franco Parpaiola


Der Toni war eine Nummer für sich, er war Steuermann in der klei­nen Fahrt, wir waren einmal zusammen für eine Weile auf demselben Nordseeversorger gewesen, der Berny Schuster war damals auch mit von der Partie.
Toni und ich kannten uns schon aus dem Bermuda-Dreieck und aus Kellys Kneipe La Grotte unweit des Deutsche Seemannsheims in Rotterdam.
Vor einigen Jahren hatte er viel Geld gehabt, sehr viel Geld er badete fast in Geld.
Nach Grand Lebemann Manieren pflegte er damals immer, von ein paar schönen jungen Frauen umgeben, von Kneipe zu Kneipe zu zie­hen.
Zu trinken gab damals nur Schampus, nur Markenschampus, aber so wie ich, half auch Kollegen und Bekannten, die in der Scheiße wa­ren, denn der Toni lief ebenfalls nie einen Freund im Stich.
In Gegensatz zu mir e fuhr nicht zu See, er dealte viel mehr mit Drogen, aber nicht direkt selbst auf der Straße, nein, sondern schmug­gelte er das Zeug von Nordafrika nach Südspanien.
Damals war er so gut bei Kasse, dass er sich mitten in der Stadt eine gut gehende Kneipe mieten konnte, die er ein paar Monate später, wie erwartet, in den Ruin trieb.
Irgendwann heiratete Toni rein Lieblingsmädel.
Von einem überglücklichen Toni bekam die Elly einen funkelnagelneuen, knallroten Chevrolet Coupe, sozusagen als Hochzeitsgeschenk, verpasst, dass sie, nach allen Regeln der Kunst, drei Tage später, ohne sich dabei die ge­ringste Schramme zu holen, total zu Schrott fuhr. Daraufhin knallte der seelenruhige Toni der Elly ordnungsgemäß ein paar auf die Schnauze und kaufte ihr gleich darauf, sozusagen als Zeichen seiner Liebe, eine anderen funkelnagelneuen, knallroten Chevrolet Coupe.
Lange vor dieser Geldflut, wenn Ebbe in die Kasse drohte, pfleg­ten er und ein paar andere, sich ein Auto zu mieten und damit samt teuerer Taucher- und Unterwasserfoto-Ausrüstung nach Südspanien in Urlaub zu fahren.
Dort wurde das Ganze dann als gestohlen gemeldet und die Versicherung zahlte.
In Wirklichkeit war der Wagen an eine marokka­nische Autoschieberbande verkauft worden, und die teure Taucher- und Unterwasserfoto-Ausrüstung hatte Rotterdam nie verlassen. Im Laufe der Zeit wurden, so wie ich später hörte, vielen von diesen Fahrten nach Südspanien unternommen. Irgendwann aber wurde ihm das Ganze zu viel und er stellte kurzerhand, damit er sich seinem Mädels besser und intensiver widmen konnte, ein paar arbeitslose Matrosen als Tagelöh­ner ein, die die Fahrten nach Spanien unternahmen und er leitete das Ganze als Manager von Rotterdam aus. Als das alles doch etwas zu heftig wurde, stellte der Toni den Fahrbetrieb kurzerhand ein und er begann sich etwas anderes, zu suchen. Das Ding mit den Drogen sollte er einige Monate später angefangen haben. Man munkelte, dass das Boot, mit dem Toni Drogen von Nordafrika nach Südspanien fuhr, als Ausflugsboot in Rotterdam gemeldet war. Der Eigner soll ein reicher und von Langeweile geplagter Holländer gewesen sein, dessen einziger Kick und Lebensinhalt es war, Geld, auf illegale Weise, ohne dabei in Erscheinung zu treten, zu machen. Über viele Monaten, je nach Marktlage, schipperte der Toni große Mengen von Drogen und manches Mal, so wie er es mir einmal in Aberdeen erzählte, beförderte er auch Rohdiamanten und etwas Gold.
Eines Tages aber wurde er auf See von einem spanischen Zollboot ausgemacht und über Funk zum Stopp aufgefordert. Als er zu fliehen versuchte, feuerten die Beamten gleich mit allem, was sie hatten, vier­kant auf das Boot. Toni blieb wie durch ein Wunder unverletzt, das Boot aber verlor an Fahrt und wurde geerntet, er wurde verhaftet und samt Boot in den Hafen geschleppt. Wie er es schaffte sich aus dem spani­schen Zollgewahrsam zu befreien und mit dem nächsten Flieger von Madrid nach Amsterdam zu flattern, hört sich wie einem gut gelungenen Cowboystreich an.
Die spanischen Zollbeamten, so erzählte er mir eines Tages, sperrten ihn in ein kleines Zimmer im zweiten Stock des Zollamts ein und er brauchte nur das Fenster aufzu­machen, das schwache Gitter ließ nach dem erste rütteln sofort nach und schon war er draußen. Im Hafen hatte er seine marokkanischen Kumpane, die nahmen ihn schleunigst mit zum Flughafen nach Madrid und am selbem Tag war er schon in Rotterdam bei seiner Elly. Es gab auch kein internationaler Haftbefehl auf seinem Namen, denn die spani­schen Behörden hatten vergessen, ihm seine Papiere wegzunehmen, die wussten nicht, nach wem sie suchen sollten.
Seiner Papiere sie waren sowieso fasch, den Charly den englischen Dieb der sich aus Fälschung von reise Pässe und sonstigen Dokumente spezialisiert hatte war sein Freund und der Charly war gut und Besonderes bei dem Südamerikaner, Afrikaner und neuer Dings, aber auch bei den Jugoslawen, die scharf auf italienische Pässe waren, sehr gefragt.
Unterwegs nach Madrid, im Wagen mit seinen marokkanischen Freunden, bat er sie ein paar Bilder von dem verschossenen Boot zu machen und die nach Rot­terdam zu schicken. Die taten es, ich habe die Bilder gesehen, darum glaubte ich dem Toni jedes einzelne Wort, als er mir diese Story er­zählte.
Nun fahrt dem alten Drogenbaron wieder auf den weiten Weltmeeren, nur nicht nach Spanien; nach Spanien würde ich an seiner Stelle bes­ser nicht gehen. Was wir damals noch nicht wussten, war die Tatsache, dass wir den Toni nie wieder sehen werden, denn grade nach meinem halb missglückten Kretaeinsatz auf die El Castillo, wo es, ohne das ich es wusste, um Waffenschmuggeln ging, traf ich gleich nach meiner Ankunft in Rotterdam die Elly, die mittlerweile von Toni geschieden war. An dem Tag sagte sie mir, dass der Toni an Bord des MS Erika S, am Anker auf den Niger Fluss in Nigeria einer starker Malariaanfall bekam und gleichzeitig von tausenden von kleine Moskitos überfallen und gestochen wurde, wobei ein paar Tage später, daran gestorben war.

5.8.10 10:52


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