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GLADIO. SEELEUTE TRÄUMEN NICHT!

DIE GLORREICHE VIERZEHN

In den Katakomben der ersten Etage des Seemannsheimes, dort wo einigen Überbleibsel der Deutschen Seefahrt ihr Zuhause gefunden haben, geht es sehr ruhig zu.

Wahrscheinlich werden wir bis zu unseren endgültigen Ende (Tunulation) auf der grünen Wiese des anomymen Urnen-Feldes hier verweilen.

Abwechselung bot der Besuch zweier junger Frauen die zwecks eines Schulberichtes über das Leben von Seeleute, bei dem Seemannspastor Herrn Bick, vorstellig wurden.

Das gewähltes Thema: Die Haltlosigkeit der Seeleute an Land.

Mir wurden schon viele Fragen gestellt, aber noch nie wurde ich von einer jungen Frau, nach den Bars und Nachtlokale gefragt, die wir Seeleute hier in Bremen, früher (sehr viel früher) manchmal besuchten.

Es ist sicherlich Leicht, einem als Seemann getarnte Freddy Quinn zu glauben, wenn er von Fernweh, von Heimweh, von masten hoch im Wind, und von furchtlosen Männer im tosenden Sturm miaut.

Schwer ist es an das spartanische Leben auf See zu glauben, denn das passt nicht zu dem anrüchigen, ja fast beleidigend, aber immer Frivole Abdruck, den manchen Liedermacher oder Regisseur, uns aufgestempelt hat.

Die Frivolität des Showgeschäfts hat immer wieder unsere Menschenbild verzerrt und häufig negativ gebrandmarkt.

Wir wurden als Rauf-und Trunkenbolden oder als "naive Trottels" dargestellt.

Völlig perplext saßen die beiden Damen da, und erfuren von einem alten Seemann im Ruhestand, genau das Gegenteil.

Um ihre Enttäuschung zu mindern, druckte ich einigen Seiten aus meinen Bucher aus. Von Trinken mit Freunden auf der Insel Kreta, von ein bisschen Erotik, etwas von der See und fernen Häfens. Betrachtungen und Philosophien aus meinem Leben, alles fast verwelkten Erinnerungen, gedruckt auf ein paar DIN A4 Seiten.

Auch ein paar Zeitungsartikel über uns, die "Glorreichen Vierzehn" aud der ersten Etage des Seemannsheim, legte ich dazu.

Am Ende des Gespräches gaben sich die Damen mit dem Ergatterten zufrieden und verabschideten sich mit freundlich strahlenden Gesichter, und der graue Alltag außerhalb meiner Bücher, hatte mich wieder.  

14.5.07 03:49


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