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D.ZUG

... von Ratten und Kakerlaken.

 

Wenn man Tatkräftige rauen Männer, die ziemlich gelangweilt sind, die weder zimperlich noch auf die schnauze gefallen worden sind ärgert oder beleidigt, wenn man sie zum Weißglut reizt, dann sucht man wirklich nach Schwierigkeiten und Scherereien, wo auch die Fäuste fliegen können.
Wenn man obendrauf durch Heuchelei, Hinterhältigkeit und Intrigen, mit übler Nachrede und sonstigen schmutzigen Machenschaften Seemänner nachtrachtet, dann ist man entweder naiv oder blöd.
Es gibt nichts Einfaches auf dieser Welt um eine Seemann auf die Palme, zu bringen als ihm auf die Nase, zu tanzen, ab da wird’s Gefährlich,
Manche Menschen wissen das, manch andren lernt es nie.
Je dämlicher oder eingebildete oder einfach eine billiger Schweinehund ein Mensch ist und desto mehr glaubt er Seeleute reizen zu kommen und mit heile Knochen davon, zu kommen.
Irgendwann, irgendwo, von irgendjemand, bekommen solche linke Bazillen immer ihr Wohlverdientes Fett ab, dann heulen die, dann schreien die nach Recht und Gesetz, meistens aber ist dann, zu spät.
Wenn man also solche raue aber ganze Kerle in geballten räume zusammen presst und denen auch noch all den Bier dieser Welt zu Verfügung stellt und sie alle zu Siedepunkt reizt, dann hat man sich eine explosive Mischung geschafft der jeder Zeit hoch gehen kann. Es wird dringend geraten sich Fern von solchen Bierkonklaven zu halten, es sie denn man setz sich dazu und macht munter und fröhlich mit.
Wenn man aber Arbeitslosen Seemänner in einen Seemannsheim zusammen häuft, denen genug Bier zu Verfügung stellt und glaubt, dass es gleich zu Raufereien oder gar zu Mord und Totschlag kommen würde, da irrt sich, und zwar gewaltig. Es sie dem natürlich, das dies irgendjemand es darauf angelegt hat Unruhe und zank mit gezielte und wohlgekonnten Mobbing unten dem ruhigen dahinvegetierenden Seeleute, zu stiften. 
Seeleute nehme ihrem Schiff mit sich mit am Land und auf Schiffen schlagt man sich nicht, oder zu mindestens wie in Gutbürgerliches Leben so ist, in der Regel tut man es nicht.
Es hat zwar hier und da einige Fällen gegeben, wo es blaue Augen oder ein paar verloren gegangenen, irgendwie abhanden gekommenen zähnen gab, dies waren aber immer Betriebsunfälle ohne allzu Größe Bedeutung und wurden auch immer als solchen gehandhabt. 
Seemänner tragen ihre Schiffen ins herzen mit am Land und man reden darüber wie man von das eignem zuhause spricht, denn ein Schiff ist für einen Seemann nicht nur seine Arbeitsplatz sondern auch zu gleich, sein momentaner zuhause, seine Wahlheimat, damals war es zu mindestens so.
Heute scheint es anderes sein, die Werte der Seefahrt haben sich verlagert, man hat der Eindruck, dass, der Nabelschnür zwischen Schiff und Mannschafft sehr dünn uns steril geworden ist. Die Traditionen und der Geist der Zugehörigkeit an Bord einen Schiffes sind in der Nebel der Zeit und der Verlogenheit der moderne globalisierenden Weltwirtschaftsordnung, verloren gegangen. Die Schiffe werden heute als reine Investitionen und nicht mehr als feste Bestandteil einem Nationale Struktur betrachtet. Eine Besatzung wird heute nicht als Wertvoller Menschlichem Gut, sondern nur als lästigen notwendiger Nebenerscheinung angesehen. All die legenden über die Zügellosigkeit die über der Seeleute an Land nachgesagt werden, gehören im Reich der Showbusiness und der des glitzernden Welt der Schlagersängers und Mundharmonika Spielers und haben mit dir Wirklichkeit an Bord, nicht mit zu tun.
  Der Weltanschauung des erfundenen Seemannsgarns und Märchenerzählers, der weit von der Realität der Seefahrt und das Leben an Bord, hat überhaupt nicht mit die Wirklichkeit zutun.
 Jedoch der Seemannnischen Seemannsgarn ist wie der guten Wein, denn im Wein liegt di Wahrheit, der Rest, ist nur billigen gepanschtes Showbusiness kram.    
Seeleute sind zwar nicht in Internaten für Mädchen aus guten Häusern erzogen worden, noch haben die einem doppelten Moral wie manchen  Biedermännern am Land, denn der des Seemanns, ist zwar ein harter Beruf, aber es ist auch ein Beruf für ganze Kerle. Das Leben auf den Meeren ist absolut nicht geheignet weder für Pantoffel noch für Maulhelden oder sonstigen Chauvinisten und Schlawinern die mit ihrem Gegenwart und da sein, das Leben am Land verpesten.
Seeleute wie all den andere auch die mit die raue Wirklichkeit der Natur da draußen zu tun haben, erkenn sofort hinkommenden gefahren und reagieren abwehrend und instinktive gegen jeder und alles, der sie oder ihrer unmittelbarer Umgebung, schaden zufügen kann oder will.
Es gibt genug zahnlosen Menschen auf dieser Welt die genau für dieser mentale zustand der Seeleute bezeugen.
Andersrum, man hat noch nie gehört von Seeleute die von sich aus und zwar Grundlos und unaufgefordert oder aus freien Stücken aus juckst und Tollerei also, jemanden die schnauze poliert hätten, es sei den, dass der oder die Landratten oder Arbeitskollegen die als Kandidaten für eine Zähnenmassage in frage kämen, nichts anderes als ausgesprochenen Schweinehunden gewesen wären.
Ansonsten Seeleute sind friedlich lebend Menschen di keine fliege leid zufügen könnte es sei dem di fliegen will sie an Bein pinkeln.
Ratten unten den Seeleute, die gibt es auch, das ist Wahr, diese seltene Gattung der zu See fahrenden homo sapiens aber ist auf Grund seinen  Kurzlebigkeit an Bord einen Schiffes, äußerst selten. 
Seeleute sind äußerst komische Zeitgenossen, denn wenn auch in ihren Köpfen der Jagtinstinkt nach zweibeinigen Ratten an Bord, die eine gut eingespielte Besatzung in kürzesten Zeit aus und durcheinander, und sogar Schiffe in Gefahr bringen können, sehr geprägt ist, die Präsenz vierbeinigen Ratten an Bord wir von den meisten von denen, zu mindestens Zeitweise, toleriert und  geduldet.
Vierbeinigen Ratten sind sehr intelligenten Viecher, sie wissen, dass sie nie dem Weg einen Seemann an Bord kreuzen dürfen denn dann würde man sie auf die stelle erschlagen oder bestenfalls in dem Arsch treten. Deswegen bleiben die lieben dicken fetten Ratten an Bord in ihre löchern und achten penibel sich von den Seeleute sich nicht sehn oder erwischen zu lassen. So in etwa an Bord eines Schiffes, verhalten sich sobald die sich entlarvt fühlen auch die zweibeinigen Ratten. Sie bleiben mucksmäusen still, sie verkriechen in die Trostlosigkeit ihrem jämmerlichen Dasein und suchen bei dem nächstem besten Gelegenheit, auf nie mehr wiedersehen das Weite und sobald die vom Bord sind, sind  die Schnee von Gestern.
Damals, im krassen Gegensatz zu heute,  als den Container und Bulkladungschiffen noch nicht erfunden worden waren und die Schiffen noch hölzerner Decks in Laderaum hatte   und der Ladung in Säcke oder in Bulk an Bord gebracht und gestaut wurde,  da gab es zwischen dem äußert selten zweibeinigen Ratten, jeder menge vierbeinigen Ratten an Bord.
Treu und anhänglich zu ihren eherneren, eben wie vierbeinige Ratten nun Mal so sind, wenn immer ein Schiff ins Gras beißen musste, am sinken oder in Brand geriet, sprangen die Viecher immer mit den Seeleute ins Bach oder je nach dem, mit ins Boot.
Die Vorteile solche Anhänglichkeit kamen in solche fälle immer zu Geltung denn wenn die Seeleute  in den Boote lang auf Rettung vom Land warten musste, dann wurden die lieben Kraft und Proteinen spendenden  Vierbeinigenratten kurzerhand in das Speiseplan der geplagte Seeleute mit einbezogen, wobei natürlich für manche der Männer, diese als ein Akt der Kannibalismus zu betrachten wäre.
Kakerlaken sind noch anhängliche als Ratten, viel gesellige und wenn auch äußert misstrauisch, wagemutige als all die zwei oder vierbeinige Ratten di ich kenne.
Kakerlaken pflege sich in die Futterbereiche des Schiffes aufzuhalten, sie krabbeln und kriechen überallhin und lassen sich durch nicht vertreiben.
Ratten kann man vergasen, dies wurde auch oft getan, als man aber festgestellt hatte, dass bei mangels ausreichendem Belüftung der Wohnräume manchmal an Bord mehr Seeleute als Ratten starben, sah man von der Vergasungpraxis der Schiffe ab auch weil mittlerweile man zum den für Ratten und Kakerlaken äußert Wohnfeindlichen Container und Bulk Schiffen, hinüber gegangen war.
Die Ratten so wie die Kakerlaken kamen nun per Container an Bord, die mussten aber in die Blechkisten bleiben und manchen müssen sich Tatsächlich dumm umgeguckt haben als sie, nach einige Wochen  absolute Dunkelheit sich nicht mehr in Europa sondern in China sich widergefunden hatten.
Grund zu Freude auf die neue Umgebung gab‘s für die reisenden Viechern aber nicht, den als die Unternehmungslustige Ratten und Kakerlaken merken, dass sie auf dem Speiseplan der Chinesen standen war es schon zu spät. Manche von denen, bevor die in die Pfannen und Kochtöpfe manch Fernöstlichen Edelrestaurant und kurzdarauf auf dem Teller manche Edelgäste endeten, müssen dann mit Wehmut an die gute alte Europa gedacht und ganz bestimmt nachweinten haben. Mit Wehmut an die alte Schiffen und Mannschaften, wo manchen von denen nur ab und zu und in äußersten seltenen fällen, vergast, im Arsch getreten oder einfach vergiftet oder zerquetscht worden waren oder werden würden.
Eine der guten eigeschafften der Vierbeinigen Ratten ist das sie sehr anhänglich werden können.
Die Anhänglichkeit der Vierbeinigenratten die beim weiten die des Hundes übertreffen kann ist proverbial und auch der sauberkeitsgrad der Vierbeinigen Nagetieren ist bei weiten viel höher als die von manchen ihre zweibeinigen Zeitgenossen. Das Problem ist nur, dass die Nager die schlechte Gewohnheit haben, sich so rasant und genau so schnell wie di Ratten, zu vermehren. Diese negative Eigenschaft des niedlichen Nagetiers hat dazu geführt, dass zwischen den Nager und den Menschen, zu einem fast ausweglosen Krieg gekommen war, bis ein Status quo aus der ausweglosen Situation gefunden wurde.
Der ungeschriebenen Staus quo besagte, dass die Ratten sich in die Kanalisation der Stäten, zurückziehen und verschanzen würden, wo die in alle ruhe sich weiter vermehren können.
Die Menschen wiederum verbarrikadierten sich in ihren Betonbunkern und zogen es vor di Ratten durch den Abfluss ihre Toiletten zu futtern, anstatt sie durch die Straße auf fressalien suchend, herumlaufen zu sehen.
Dieser Abmachung gilt heute noch und kein Schwein hat sich jemals darüber beschweret.
Kakerlaken andersrum kam man nicht erziehen und da es bei uns in Europa noch nicht zu unsere Speiseplan gehören werden sie noch erbarmungslos mit di chemiekeule gejagt und vernichtet.
Seit neulich aber, hört man, dass den drang nach exotische Gerichte, ins besonders aus dem Fernen Osten, wo man Insekten und Maden aller Art als Delikatessen priest, hoch in Kurs sei. Es sieht wirklich so aus, dass die Kakerlaken vor ihrem Revival als gaumenkitzlern sind. Manche Kammerjäger verspirscht sich einer rosigere Zukunft als Kakerlaken Lieferant für exotische Restaurant, wenn nicht sogar als Maden und Kakerlaken Züchter als Kakerlaken Killer.
Dies alles natürlich dank der globalisierenden Welt, das Volker und Kulturen zusammen würfelt und neue Kulturen und schmaust Gewohnheiten schafft.
Man sollte sich daher über dieser ungezieferplage keine allzu große sorgen machen. Die Abwechslung der westlichen Essgewohnheiten, der drang nach exotisches und extravaganten Spieße, der kritzle mir erobern Kleinfinger Eiweißträchtigen dicke fette Kakerlaken und Maden zu vertilgen, Belgischen Kaninchen, Bisamratten also und Fleischspießen    allerlei zu nudeln, wird nämlich dazu führen, dass die Raten und Kakerlaken Invasion auf kurz oder lang verschwinden wird. Irgendwann wird sich das ganze von sich selbst auslösen, es bliebe dann nur noch eine endgültige Lösung für deren zweibeinigen Counterpart zu finde. Ich bin mir sicher das irgendwann, frühere oder später, die Menschheit wird irgendwie in der Lage sein auch dieser Problem, definitiv aus der Welt zu schaffen und auf dieser Welt wird wieder die Ruhe Herrschen 

 

In die Seemannsheime dieser Welt hat es noch nie Ratten und Kakerlaken Problemen gegeben, weder mit vier oder mehreren Beinen.
Ratten gab es und gibt es heute zwar auch, meistens waren und sind Landratte, zweibeinigen Ratten der übelsten Sorte, intriganten psychisch Kranken Bazillen, unehrlich und unmoralisch, zwielichtigen kleine Blendern ohne Handfesten Zukunft oder Perspektiven. 
In den Seemannshäuser und insbesondere in das bremischer Seemannsheim, trifft man zwischen der sporadische aktiven Seeleute aus Osteuropa und aus den Fernen Osten die dort Mal zu Besuch kommen, auch einigen älteren Seemänner von damals. Seeleute vom feinsten, rauen, manchmal schon eigensinnigen und oft eingebrodelten Männer, aber allesamt ehrlich und standhaft.
Allesamt Thekenactiv und Weiberfaul, Träumers in Rente, aber bei Leibe nicht ohne Lebensgeist und eigenem Wille.
Einigen diesen ehemaligen Lords der Meere fristen nun ihrem Dasein etwas abseits der biederer Gesellschaft eingeschlossen in die Eingeweide und Katakomben des Seemannsheims in Bremen, allesamt ausrangierten immer seltener werdenden Fachkräfte, dass man fälschlicherweise, auf der Mullhaufe der Menschheit weggeworfen hat.
Um die und ihren Geschichten und Schicksalen geht es hier.

 

Meine erste Begegnung mit dem bremischen Seemannsheim geht bis Am Anfang der 70. Jahre, zurück.
Damals, bevor ich auf Amerikanische Schleppers in die Ölfelder der Nordsee und später in di ganze Welt, bis in Alaska anheuerte, führ ich noch als Maschinist auf Küstenmotorschiffe in der damaligen Küstenfahrt. Zu jener Zeit schipperten wir immer noch, wir unzähligen Deutsche Frachtschiffen, Bauholz von Finnland nach England und die Welt schien in Ordnung zu sein.
Paradoxerweise, gerade das Land das während der Dritter Reich, England halb zerstört hatte, lieferte nun der Bauholz damit sich das Land wieder aufbauen könnte.
Damals hätte ich nie und niemals daran gedacht, dass ich an Ende meiner Seefahrtzeit für längere Zeit in einem Seemannheim hausen würde. Damals wir führen zu See und das war’s. Wir arbeiteten hart und nichts Mal wenig und dem Morgen, irgend einem Morgen falls vom Schicksal vorgesehen, war noch Fern von uns und in unsere damalige Realität überhaupt noch nicht Mal gegenwärtig.
Damals gab es kein Morgen, die Fahrtzeiten waren lang und beschwerlich, wer unten einem Jahr an Bord eines Schiffes blieb, wurde schief angesehen und galt als faul und unzuverlässig, wer zu oft Reederei wechselte galt als unbeständig untreu und fast wertlos.
Die Vorurteile von damals so wie die von Heute wurden uns von all dem Heimwehschnulzen und Sankt Pauli Dichtungen angeklebt, wobei natürlich die eifrigsten Besucher der Tanzlokalen und Kaschemmen des Rotlichts Milieu des Häfens, fast exklusiv Landratten waren. 
In den Heimatlichen Häfens, wenn und wo möglich, entweder gingen die Männer kurz nach Hause zu ihren Ehefrauen und Verlobten oder, sie kamen zu besuch an Bord.
Die Leichtmatrosen und Kadetten waren damals untere dem strengen Obhut des jeweiligen verantwortlichen Offiziers und könnten sich nicht wie seit jeher besungen und gedichtet, bis Tief in der Nacht in die einschlägigen Kaschemmen des Hafens, herumtreiben.

 

 

 

 

 

 

 

1.5.12 11:06




DAS SEEMANNSHEIM.

Die deutsche Seemannsmission ist eine der, wenn nicht die älteste christliche soziale Entrichtung der Seefahrt in Deutschland.
Damals, als vor über 150 Jahren das erste Seemannsheim in Bremen eröffnet würde, ging es darum, insbesondere die jüngeren angehenden „Sealords“ aus den Krallen der Kneipenwirte und die der Damen des horizontalen Gewerbes fernzuhalten und davor zu schützen.
Man erzählt, dass manche der zukünftigen Kapitäne und Kap-Horn-Segler damals im Seemannsheim sogar das Lesen und Schreiben gelernt haben.
Der Grund, warum Menschen in einem Seemannsheim wohnen, hat viele Väter, trägt viele Namen mit sich herum und hat mehrere Facetten. 
Hauptsächlich waren es Seefahrer auf der Durchreise, die sich vor der Anmusterung oder unmittelbar nach der Abmusterung für kurze Zeit in den Seemannsheimen einquartieren.
Heute ist es anders, denn der Homo sapiens der Meere ist vom Aussterben bedroht und mit ihm die Seemannshäuser und die Seemannsmission als solche.
Seeleute sind einzigartige Menschen.
Sie können sich auf den Weltmeeren gegenseitig umbringen.
Sie können sich die Schiffe unterm Arsch wegschießen und sich mit bloßen Händen abschlachten.
Jeder Homo sapiens der Meere kann aber auch großen menschlichen Altruismus, Mitgefühl und Fürsorge für andere Menschen haben und tatkräftig zupacken, wenn und falls es notwendig sein sollte.
Er ist auch in der Lage, sich mit anderen in Flottenverbänden zu vereinigen, um einen einzigen Mann oder ein verschollenes Schiff tage- und wochenlang auf See zu suchen.
Er ist immer und jederzeit und ohne Vorbehalt bereit, das eigene Leben aufs Spiel zu setzen, um fremden Schiffen oder Seeleuten in Not zu helfen.
Seeleute sind von bedingungsloser Selbstlosigkeit; denn Seeleute können geschworene Feinde sein, jedoch sind sie immer Kameraden auf See und die Ehre und der gute Name des Schiffes ist denen heilig und über alles unantastbar.
Die Reederei ist, oder besser gesagt, war für einen Seemann zumindest ein Begriff der Effizienz und Wirkkraft und für ältere Seefahrer sogar ein Lebensbekenntnis.
Man war was, man fühlte sich, trotz all der Verschiedenheiten und Einzigartigkeit der Charaktere, geschmiedet zu einer Besatzung, einer auf Gedeih und Verderb funktionierenden Einheit. 
Heutzutage würde man Teamwork dazu sagen. 
Die Zusammenarbeit an Bord hatte handfesten Bestand und klappte bestens und wurde vortrefflich konsequent durchgeführt und durchgezogen bis in die Achtzigerjahre hinein.
Das war mal.
Im Laufe der Zeit aber und mit der zunehmenden Ausflaggung der Schiffe, mit dem Aussterben der Seefahrt als nationales Merkzeichen und Handelsflotte als tragende Säule der Wirtschaft verschwand auch der Seemann als solcher.
Der Menschenschlag, der diese Besonderheit stolz in die Welt trug, verlor sich in dem Nebel der Zeit.
Die Seefahrt als Wirtschaftsgrundlage der Küstenländer Deutschlands starb langsam aus und mit ihr der Seemann.
Von dem Tag an verloren die Seemannsheime immer mehr an Bedeutung.
Als dann die Reedereien, wohl aus Kostengründen, auch noch zum direkten Besatzungswechseln an Bord übergingen, blieben die Seemannsheime das ganze Jahr hindurch fast leer.
Dieser negative Trend entwickelte sich in besorgniserregenden Maßen. Besonderes in den letzten zehn Jahren und mit der zunehmenden Bedrohung von terroristischen Attentaten, wo der Landgang aus Sicherheitsgründen den Besatzungen aus dem Mittleren und Fernen Osten sogar verweigert wurde, machte sich diese negative Tendenz auf noch schmerzlichere Weise bemerkbar.
Die Häuser blieben leer, die Einnahmen blieben aus und die Schulden, verursacht durch steigende Kosten, kletterten fast ins Unerträgliche.
Bis in die achtziger und neunziger Jahre hinein zum Beispiel meldete das Seemannsheim in Bremen das ganze Jahr hindurch ein fast volles Haus.
Irgendwann, in den 80er Jahren wurde das Haus dank einer großzügigen Spende der ITF umfassend renoviert.
Die Einrichtung des Hauses wurde erheblich verbessert und freundlicher gestaltet.
Was in früheren Zeiten zuerst das Evangelische Frauenhaus war und später zum erweiterten Seemannshaus wurde, wurde vom Seemannsheimkomplex wieder abgetrennt.
Das ehemalige Frauenheim wurde an einen privaten Anbieter verkauft, der Miet- und Eigentumswohnungen daraus machte, die in kürzester Zeit alle weiterverkauft wurden.
In das neue Seemannshaus wurden auch die Büros der Seemannsmission integriert, sodass nun die gesamte logistische Struktur der Evangelischen Kirche in der Welt der Christlichen Seefahrt unter einem Dach zu finden war
Als aber die meisten Seeleute sich eine eigene Mietwohnung suchten und aus dem Haus auszogen, fingen die Einnahmen des Seemannsheims, das immerhin acht Angestellte zählt, bedrohlich an zu schrumpfen.
Die wichtigste Einnahmequelle des Hauses außerhalb des Mietgeschäftes war die Gaststätte, die im Kellergeschoss untergebracht worden war.
Irgendein Vollidiot aber ließ sie bei der Renovierung des Hauses einfach abreißen. Aus der ehemaligen Gaststätte wurde ein einfacher Billard- und Spielraum für Seeleute, die es gar nicht mehr gab und dort, wo damals einmal die Theke stand, wurde eine Kapelle gezimmert. Man fand auch noch Platz, um neben der Kapelle einen kleine Fernsehraum für Satellitenempfang einzurichten, sodass eventuelle Seeleute aus Übersee auch im Seemannsheim in den Genuss heimlicher TV-Programme kommen konnten.
Fakt ist, dass es gar keine Seeleute gab, und die paar, die sich ins Haus verirrten, hatte anderes im Sinn, als in einem Seemannsheim fernzusehen.
Heute schreiben wir das Jahr 2003 und die Zeiten haben sich für die Seefahrt als solche schmerzlich geändert.
Das Haus ist fast leer und gespenstisch geworden und außer ein paar älteren Seeleute, die fast als lästige sogenannte „Langzeitbewohner“ ihr Dasein, mancher sogar bis zum Tod, fristen, findet man gar keinen Seemann mehr im Haus.
Die neuen Gäste sind meistens Rucksack-Touristen, manchmal bekommt man sogar Menschen aus Übersee zu sehen.
Motorrad- und Fahrrad-Weltenbummler, Globetrotters, Wandertouristen der billigen Art, Jahrmarktverkäufers und ab und zu Studenten, als Ersatz für die damaligen Götter der Meere, die man entweder rausgeekelt hat, oder während manche einfach auszogen, sind die anderen schlicht und einfach verstorben.
Die Umwandlung von den Seeleuten zu den Landratten als Gäste erwies jedoch sich als Rettung für die Seemannshäuser, denn: Wären die Rucksack-Touristen, die Jahrmarkverkäufer, die gelegentlichen Studenten oder irgendein Pärchen auf der Suche nach dezenter Verschwiegenheit nicht gewesen, wären sie allemal den Bach runtergegangen.
Gut, dass Landratten und sonstige Genossen nun das Heim bevölkerten, ansonsten wären die Seemannshäuser Deutschlands wirklich Pleite gegangen.
Das Gespenst der Arbeitslosigkeit mit anschließendem Abrutschen in das Elend eines Hartz-IV-Daseins ist für die meisten der Mitarbeiter des Hauses jedoch eine bittere Realität, die immer näher kommt.
Manche der Häuser mussten sogar wegen Kundenmangel ihre Pforten schon schließen und ihre Arbeit und lange Tradition im Dienste der Christlichen Seefahrt für immer einstellen.
Insbesondere das Seemannsheim in Bremen hat es schlimm erwischt.
Das Seemannsheim zu Bremen wäre ohne den Billighotelbetrieb noch nicht mal mehr in der Lage, monatlich genug Geld aufzutreiben, um die Toiletten des Hauses mit Scheißhauspapier zu versorgen.
Geschweige denn, die Gehälter des Personals zu bezahlen.
Unglaublich, wie es klingen mag, aber es ist die Kurzsichtigkeit aller Beteiligten gewesen, deren Unfähigkeit, die Nöte und das Bedürfnis der gestrandeten Seeleute zu begreifen, die wesentlich dazu beigetragen hat, das Ende der Seemannsheime zu besiegeln, und anschließend in einer nicht allzu fernen Zukunft auch die der Seemannsmission als solche, zu signieren und besiegeln.
Die menschlichen Mängel und die geistige Lethargie des Hauses. 
Die illusorischen Vorstellungen der fachmännischen Leitung des Hauses von Seiten einigen Gehirnamputierten, auf dieser Welt unersetzlich einmalig und unentbehrlich, zu sein. 
Der Überzeugung des Einzelnen, mit ein paar bunten Billigtelefonkarten die Seefahrt zu missionieren und somit die finanzielle Nöte der Häuser zu beheben, hat durchaus dazu beigetragen, diesen Zustand der stagnierenden apathischen Hilflosigkeit des Hauses, zu erreichen. 
Die Seemannshäuser sind, um weiter überleben zu können, heutzutage bei steigenden Betriebskosten auf Spenden angewiesen, die immer spärlicher werden, und nehmen zunehmend die zweckentfremdenden Funktion eines Billighotel um Überhaupt existieren, zu können, wobei heutzutage die wirkliche Fremden in Seemannsheim, fast als Vorwand  für dem weiter bestehen des Vereines geduldet, die Seeleute selbst sind.

Ein Ende des finanziellen Elends des Hauses wegen Mangel an Seeleute ist nicht in Sicht nur das Gespenst von Hartz IV rückt für vielen der Mitarbeiter immer näher.


 
1.4.12 03:42


DIE GLOREICHEN VIERZEHN...und da waren nur noch vier.

AUS „DER TAGESSPIEGEL“

Das Seemannsheim in Bremen ist das älteste in Deutschland. Hier steigen Matrosen kurzzeitig ab – bis zur nächsten großen Fahrt. Doch für manche wird es im Alter zur ersten festen Bleibe ihres Lebens.

 25-09-2006 Zeitung Heute: AUF DEM TROCKEN GEBLIEBEN
Von David Böcking.                            Im Zimmer von Franco Parpaiola gibt es eine Waschecke. Bescheiden, wie fast alles hier, aber sie erfüllt ihren Zweck. Das Becken reicht für eine Katzenwäsche, ein Bord bietet Platz für Zahnbürste, Kukident-Tabletten und Rasierwasser, das Franco großzügig verwendet.
Darüber hängt ein kleiner Spiegel. Manchmal steht Franco vor diesem Spiegel und könnte sich selbst in die Fresse schlagen.                                   Er fragt sich dann, wie das alles passieren konnte. Warum er immer nur ein Programm kannte: Häfen, Kneipen, Puffs. Und wieso er jetzt, wo er schon ein Jahr hier ist, wo eine Etage tiefer Menschen warten und vor der Tür eine ganze Stadt, wieso er da immer noch so verdammt unruhig ist.
„Es ist wie ein Fluch“, ruft der bullige Mann immer wieder, und man weiß nicht, wie viel davon italienische Theatralik ist.
Vielleicht sieht der 66-Jährige durch sein schwarzes Kassengestell besonders klar, vielleicht ist dies trotz allem kein Ort, an dem ein Seemann zur Ruhe kommt: Ein Klinkerbau in der Nähe des Bremer Hafens, das älteste Seemannsheim in Deutschland.         Für viele nur Unterkunft für wenige Tage, bis zur nächsten großen Fahrt. Auch Franco kannte das Heim 20 Jahre lang als Besucher. Bis er schließlich an Land bleiben musste.
Wenn der Schritt in den Ruhestand schon manchem Sachbearbeiter schwer fällt, wie schwer ist er dann für jemanden, der Jahrzehnte auf See war? Der verlernt hat, was das heißt: ein Zuhause haben. Den muss man behutsam domestizieren.
Etwas Schiffsartiges hat das Gebäude von außen, mit seiner zurückspringenden dritten Etage.            Vor dem Eingang zwei Poller, als könnte das Heim jeden Moment ablegen.      Um den Türknauf ist ein Tau gewickelt, im Foyer zeigen Uhren die Zeit in Bremen, Manila und dem brasilianischen Santos. Vorbei an der Rezeption, wo es zehn Zigarettensorten gibt, in den ersten Stock.                                         Es riecht nach Essigreiniger, weil die Putzfrauen da waren, und nach Zwiebeln, weil Charlie aus Sri Lanka gerade kocht. Sein Kühlschrankfach ist abschließbar, wie an Bord.
Auf dem schmalen Flur lebt Franco rechts in Zimmer 114, gegenüber in 105 wohnt Werner Flömer. 20 Jahre ist er schon hier, alle nennen ihn Fischmehl-Werner, nach seiner letzten Ladung und um ihn von Runde-Füße-Werner aus Zimmer 106 zu unterscheiden, der wegen seiner orthopädischen Schuhe so heißt und wiederum nicht mit Fischkutter-Werner zu verwechseln ist, der früher in Zimmer 107 lebte.
Fischmehl-Werner will nicht mehr weg. „Ich hab hier ja alles“, sagt der 68-Jährige, dem das Brusthaar aus dem Karohemd quillt. Alles, das sind knapp zwölf Quadratmeter fleckiger Teppich, fertig möbliert mit Bett, Tisch, Kleiderschrank. Leute wie sie hätten keine Möbel, erklärt Franco.
Bei ihm war das mal anders. Mit 19 kam er nach Deutschland. Er wurde Bergmann in Aachen, lernte eine Frau kennen, heiratete sie, wohnte in einem Haus. Als ihr Sohn später bei einem Motorradunfall starb, war Franco längst wieder weg. Er war einfach zu unruhig, die Ehe ging nach zwei Jahren in die Brüche. Als Maschinist bereiste Franco die Welt, 30 Jahre Golf von Mexiko, Nordsee, Westafrika.
Unten im Seemannsclub warten schon Klaus und Erich. Franco und Fischmehl-Werner stoßen dazu, Runde-Füße-Werner schlurft herein. Moin, brummel, zisch. Unter nikotingelben Schnurrbärten die ersten Bierflaschen, es ist halb eins.
Im Hintergrund der Poprock von Bremen 4, Billardkugeln klicken. Die Decke wird von schrägen Pfeilern getragen, es gibt eine Wendeltreppe, ein Aquarium und eckige Sessel, die alle unpraktisch finden, die aber den Eindruck verstärken, man sei auf einem Schiff. Kein Hochseedampfer, eher so eine Touristenschaukel zwischen Dover und Calais.
„Du muss ersmo erwachsen werden“, sagt Runde-Füße-Werner, weil ihm jetzt einer dumm kommt. Routinierte Frotzeleien, noch sind die acht Bewohner unter sich, in ein paar Stunden kommen die Seefahrer aus dem zweiten und dritten Stock, Filipinos, Inder, Russen, Chinesen. Auch sie werden sich ein Bier holen und man wird friedlich nebeneinander sitzen, obwohl die einen heute die Jobs der anderen machen.
Vielleicht checken heute auch wieder ein paar Schüler ein, oder Seniorinnen auf Radtour. Das gab es früher nicht, doch dann wurden Schiffe umgeflaggt, brauchten weniger Personal und das Heim musste sehen, wie es überlebt. Plötzlich kamen Frauen, sogar Kinder, heute steht das Heim jedem Gast offen, eine Art Jugendherberge.
Die Bewohner haben gebrummelt, hielten erst mal Abstand. Doch sie verstanden, dass ihr Zuhause nur erhalten werden kann, wenn sie es teilen. Inzwischen achten sie darauf, morgens vollständig bekleidet zu erscheinen und freuen sich, wenn wieder ein paar kleine Französinnen durchs Haus huschen.
Angst haben, da ist sich das Personal einig, müssen die nicht. Ein Hilfeschrei und zehn Mann stehen auf dem Flur.
Ein Ehrenkodex, unausgesprochen, wie vieles im Haus. Wer seine Zimmertür anlehnt, will reden, zum Geburtstag kriegt man eine Salami, und als der Weihnachtsbraten durch einen Brunch ersetzt werden sollte, gab es einen Aufstand. Wer auf See seinen ganzen Tag durchgeplant bekam, der braucht auch an Land Strukturen. Oft reichen sie nicht. „Die Betten“, erzählt Fischmehl-Werner, „darf keiner selber machen“, das würde zu unordentlich. Die Einrichtung des Aufenthaltsraums wird einmal im Jahr komplett erneuert. In den Zimmern liegt Nadelfilz, belastungsfähig und schwer entflammbar. TOP 1 fürs Mitarbeitertreffen: „Zustand der Hausbewohner“.
Fürs Zimmer zahlt Fischmehl-Werner 290 Euro, Franco 340. Dafür, das wissen sie, kann man auch anders wohnen. Werner, der gerne im Lokal „Los Marineros“ Tango tanzt, sagt, für eine gute Frau würde er eventuell ausziehen, aber das mit dem Heim würde er sich offen halten. Franco, der vom Auszug träumt, hat zugleich Angst davor.
Nach seiner gescheiterten Ehe hat er immer wieder Beziehungen gehabt, in England, den Staaten. Aber er wollte niemandem mehr weh tun, sagt er. Jetzt könnte er nur noch zu seiner alten Mutter im Friaul ziehen, aber die Dame, sagt er, brauche Ruhe. Also Bremen. Hier hatte er ja schon oft zwischen den Fahrten gewohnt. Wieder die Frage, wie das alles passieren konnte. „Wahrscheinlich hab ich immer zu weit geguckt und nicht gesehen, was ich vor der Nase hatte.“
Wenn er heute in die Ferne guckt, dann im dritten Stock. Meerblau ist das Linoleum im Flur, und wenn man durch die Terrassentür nach draußen tritt, ist es wie an Deck. Es gibt eine Reling, das Dach hat Wellenform, am Fahnenmast hängt die Flagge der Seemannsmission.
Im Südwesten sieht man die Haake-Beck-Brauerei, den Eisberg.
Einen Euro kostet die Flasche im Club. Es ist besser geworden mit dem Alkohol, seitdem man das Bier nicht schon an der Rezeption kaufen kann, aber gut ist es nicht. Einer der Bewohner bekommt im Club nur noch alkoholfreies Bier, trotzdem spricht er manchmal mit seinem Kleiderschrank. Zuletzt haben sie einen Österreicher beerdigt, der nicht einmal mehr seine Türe fand.
Und manchmal kracht es. Dann prügeln sie sich, die Hüfte von Runde-Füße-Werner soll auf ähnliche Weise gebrochen sein. Fischkutter-Werner ging angeblich, weil der Hausmeister seine Blumen nicht respektierte. Kann aber auch sein, dass er genug hatte, als ihm nachts eine Deckenplatte aufs Gesicht fiel, weil Russen im zweiten Stock ein Ventil klauen wollten.
Viele solcher Geschichten erzählen sie hier, Seemannsgarn oder nicht, von Seeleuten, die im Park eine Ente jagten und sie kochen wollten, ungerupft, im Waschbecken, mit einem Tauchsieder. Oder von Jungs aus einem offenbar wenig entwickelten Land, die einen Warmwasserhahn abschraubten, um auch unterwegs warmes Wasser zu haben.
Mehr los als im Altenheim ist hier allemal. Doch Seefahrer-Romantik sucht man vergeblich. Viele sind zu früh hier gelandet, ausgemustert, perspektivlos. „Wir haben uns hier regelrecht verkrochen“, sagt Franco. Er suche noch Kontakt zur Realität, „die anderen haben es aufgegeben“. Seine Gedanken hackt er in den Computer, ein Buch hat er im Selbstverlag veröffentlicht, es heißt „Ein Haufen Vollidioten ist am Werk“ und handelt von deutschen Reedern, die ihre Subventionen verwendet hätten, um Arbeitsplätze zu vernichten. Total bescheuert, findet Franco – wie ein Mann, der sich selbst entmannt, nur um seine Frau zu ärgern.
Beim Schreiben hört Franco Chopin und Rachmaninow, oft tippt er bis sechs Uhr früh in seiner holprigen Grammatik. „Die Seemannshäuser der Seemannsmission sind voll von Menschen wie ich. Wir alle, als Restmüll einem einmal Blühenden Zunft, Leben nun als vergessenen lästige Überbleibsel des damaligen Christliches Seefahrt fast an Rande der Existenz Minimum und werden bald alle verschwunden sein.“
Wenn man die italienische Theatralik abzieht, ist das noch immer ziemlich ernst.

1.3.12 11:49


WERNER

Heute Nacht ist  unsere Freund und Nachbar Werner Flömer, nach lange und Beschwerlicher Krankheit friedlich vom uns gegangen.
Ruhe in Frieden Werner.

 

2.2.12 11:45


DIE DIE SICH UNMORALISCH VERHALTEN

NO COMPASSION - KEIN MITGEFÜHL.

„Er wollte nicht mehr.“
„Er hat sich aufgegeben.“ 
>Wir können nichts für ihn tun, er will es so haben, bei uns der Tür ist übrigens stets offen für ein Gespräch, man braucht uns nur aufzusuchen.<
Das bekommt man von den Seemannspastoren zu hören, wenn ein Seemann als langjährige Bewohner des Seemannsheims einsam stirb und man fragt, warum der Mann allein gelassen wurde und man ihn einsam in die Katakomben einem Seemannshaus, einfach verwahrlosen ließ.
Gewiss, der konsequente übermäßige Konsum von Alkohol spielt eine wesentliche Rolle in diesen all zu menschlichen Tragödien.
Der Alkoholsucht ist letztendlich immer tödlich und der Weg dorthin ist lang und beschwerlich.
Für älteren Alleinstehenden ehemalige Seeleute jedoch befindet sich der Anfang des Weges genau dort, wo die Ausflaggung der Handelsflotte damals ende der 60. Jahren, damals begann.
Am Ende des Weges stand, wie im Fall unseren Freund Ricky zu Beispiel, seinem einsamen Kollabieren in der gemeinschaftlichen Küche des Seemannsheimes nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt, von wo er Tagen zuvor, als geheilt entlassen worden war und seinem tot nach seiner Wiederlieferung in Krankenhaus. Einigen Jahren davor verloren wie fast nach den selber Munster, unserem Freund und Mitbewohner Manny.
Der schwer Zuckerkranke und an Krebs erkrankter Richard wurde auch viel zu früh aus dem Krankenhaus entlassen, er war pflege bedürftig, fast nicht mehr zurechnungsfähig, leider ist ein Seemannsheim keine Pflegeanstalt und das Personal schlicht und ergreifend überfördert und nicht auf solche Aufgaben geschult oder vorbereitet.
Die Katakomben der ersten Etage des Hauses, dort wo wir, die Glorreichen 14 leben ist wirklich kein guter Ort, um zu sterben.
Als Beistand mit Rat und Tat in solchem Fällen sind die Pastoren und Diakonen da oder zumindestens; zumindestens sie sollte dafür da seine und nicht nur in Namen des Herrn in Hafen, auf Ausländische Schiffen „Missionieren“ fahren, sich an Bord eine warme Mahlzeit schnorren und dabei billig Telefonkarten an die Besatzung verkorken.
Die Angestellten des Hauses, wenn auch, ein paar von denen, sehr hilfsbereit und zuverlässig, sind keine Krankenpfleger und erst mal gar nicht als Betreuers für schwerkranke ältere Männer ausgebildet worden.
Zwischendurch in laufe der Zeit,  auch Fischdampfer Werner der schwer erkrankte Haudegen, der lange Zeit in Seemannsheim gewohnt hatte, starb auch nach seinem zweiten Herzinfarkt, durch Kreislauf und Asthma leiden alleine in seiner Wohnung.
Auch er war ein paarmal im Krankenhaus wegen Herz- und Kreislaufbeschwerden gewesen.
Auch er wurde kurz vor seinem tot als geheilt entlassen.
Auch hier war beängstigender Einsamkeit und Alkohol im Spiel.
So erging es auch Manfred, Charly, Hans und all den anderen, an deren Namen man sich fast nicht mehr erinnert, an deren Stimme und vor allem, an deren Gesichte und Geschichten, aber schon.
All dieser Männer hatten etwas gemeinsam, sie waren aller alleinstehenden ehemalige Matrosen, die im Laufe der Zeit von Bord ihrer Schiffe irgendwann durch Billigeres, Bequemeres, nicht Kritisches Personal aus Asien, abgelöst worden waren.
Damals genau so wie heute, war es nicht einfach für ausrangierten Matrosen, einer neuer Arbeitsplatz an Land, zu finden.
Heute zutage ist es sogar noch härter, wenn nichts schier unmöglich geworden für Ältere Matrosen und Seefahrers in allgemein, an Land Fuß zu fassen.
Dank dem blinden Gehorsam inkompetenter Politiker und das Diktat des Verbandes deutscher Reeder und deren Lobby, es ist heute für jungen Schiffsoffizier sogar fast unmöglich, einen Arbeitsplatz an Bord zu finden.
Unsere verstorbenen Kameraden waren keine labilen Menschen, denn Seeleute sind nicht labil.
Sie waren betrogene Menschen.
Sie waren ausrangierte Menschen.
Sie waren vergessenen Menschen, deren Existenz, nur als Vorwand für selbstgefälliges zweifelhaftes Missionierungsgeschwätz einiger christlicher Institutionen, die längst, zu anfechtbaren Lobbys in eigener Sache geworden sind und nicht anders als das waren; Vorwand und Basta.  
Sie litten und starben auf erbärmliche Weise mitten unter uns, Mitte in Bremen und das alles nur, weil kein Schwein sich wirklich um sie gekümmert hatte und weil man sie zu früh aus dem Krankenhäuser, als geheilt entlassen hatte.
Sie starben, weil sie, als sie fast nicht mehr zurechnungsfähig waren, aus dem Krankenhaus flüchteten um an der Theke ihre Stammkneipen, sogar wie in Fall unserem Freund, noch mit den medizinischen Kanülen im Arm, ein Refugium suchte.
Hier haben alle versagt und nicht nur bei Ricky.
Nicht nur die Krankenhäuser mit ihrem überforderten Personal, nicht nur das gesamte Gesundheitswesen, die Mediziner und Krankenhäuser zwingt, zu Lasten der Patienten, sparsam zu sein. 
Nicht nur die Politik, die, die in meinen Augen verfassungswidrige Handhabung der Seefahrtssubventionen durch den Verband der Deutschen Reeder, der Ausflaggung der Deutsche Handelsflotte und der Ablösung der deutschen Seemänner durch billigeres Personal, zu erst, zugelassen hat, dann geduldet, und ja verdammt noch mal, sogar befürwortet hat.
Nicht nur die Gewerkschaften haben hier einen großen Teil der Schuld an der Misere der deutschen Seefahrt und der, der ältere vom Gott und die Welt verlassener Seeleute, mit zu verantworten.
Vor allem, in solche Fälle hat die Seemannsmission  die sich das Betreuen der verwahrlosen und der Relikten der Menschheit sich auf die Flagge geschrieben hat und es doch zum Großen teils es nicht oder sehr mangelhaft getan hat, jämmerlich versagt
Wo zu Teufel noch mal ist hier der Support of Seefahrers Dignity, wo verdammt noch mal ist sie denn hier die Menschlichkeit, wenn man Totkranke Menschen in Seemannsheim, einfach dahin sterbenlässt?
Wie ist es den möglich, Herrgott noch mal, dass Seelsorgers und Psychologischer und Geistlicher und Betreuers und Seelenklempners alle Art und Schattierung, auf der Straße, bei jedem Fahrradunfall, wie Pilzen aus dem Boden wachsen und gleichzeitig, in Seemannsheim ein Totkranken alter Mann der immerlich von Tumor aufgegessen wird, nach den vielen Chemotherapien, in seine Zimmer tagelang einfach ohne eine warme Mahlzeit, alleine gelassen wird?
Wir geben dem Hafen ein Gesicht, liest man in einer Ausgabe N° 2 von irgendeinen „lass fallen anker“ der deutschen Seemannsmission zu Bremen.
Fuck dem Hafen und fuck sein Gesicht.
Wie wäre es, wenn man endlich anfangen würde der Seeleute hier zu Lande und in Seemannsheim zumindestens zu denn Sterben eine Würde, ein Name und ein Gesicht zu geben und gefälligst aufhören würde, uns und die Welt zu verarschen, verdammt noch mal.
Es ist weder die Aufgabe der Kirche noch die der Seemannmission und beileibe nicht von einem sogenannten Selbstgefälligen Seemannpfaffe, dem Hafen ein Gesicht zu geben, das haben wir Seeleute und Hafenarbeiters mit unserer Arbeit, unserem Können und unserem Engagement, schon längst getan.
Zum Teufel noch mal, der Hafen braucht nicht sandgestrahlt zu werden.
Die Seefahrtspolitik des Landes und der, der Seemannsmission, aber schon, und zwar radikal.
Vor allem weil ich immer noch der Meinung bin, dass hier manche Inhalte und Einlagen die Subventionen für die Seefahrt und der Bemannung von subventionierten Schiffen durch billiges Personal aus dem Osten Europas und Fernosten des Globus, unten Verfassungswidrige umständen stattgefunden hat, bin ich der Meinung, dass es höchster Zeit ist, dass dem Gesetztgeber des Landes, langsam sich damit befassen sollte.
Von Nöten wäre auch eine Seefahrtsmission und einer Kirche gewesen, die nicht nur gratis urbi et orbi, unter den arbeitslosen Seeleute erteilt und bunten Billigtelefonkarten unter den zu Seefahrenden asiatische Kollegen verhökerte.
Man hätte vor allem engagierten Missionaren und Pfarrers gebraucht die von ihrer Kanzel aus, landesweit gegen die Seefahrtlobby, die, die dem Deutschen Seefahrt als solche am Zerstören waren und, das Land, Schaden an zufügen waren, wetterte. Man hätte Geistlichen und Menschen, die zum Kampf antraten nötig gehabt, die hat es aber nie gegeben.
Statt dessen hat man dem dahin vegetierenden Seemann fast vernachlässigt und mit Trostenden Zitaten, und Schicksal ähnliches Gelaber wie: ... unsere Tür steht immer offen für ein Gespräch ... schleunigst abwickelten um sich, ach Gott, so wichtiger PR Termine zu widmen.
Es würden Selbstgefällige Lobby-lobenden Analysen der Seefahrt veröffentlicht und manchen Verband deutsche Reeder Mitglieder der Hof gemacht, denen warme Luft im Arsch gepustet um ein paar Spenden ergatterten zu können.
Sich, und der Mission im Namen des Herrn prostituiert um in die Zeitungen oder in Fernseher als selbstgefälliger Vorfechter der Seefahrt dargestellt zu werden. 
Währenddessen durften, die, um die es wirklich ging, als Schwerkranken, mit notdürftiger medizinischer Versorgung, allein und verbitter, in die Gänge oder in der Küche des Seemannsheims zusammenbrechen oder in ihrer Kammer, auf sich allein gestellt, elendig vegetieren und krepieren.

Auszug aus meinem Manuskript N°10: VON ANDERN GESICHTEN UND EPILOGE. Bremen 2006
 Die Seemannshäuser der Seemannsmission sind voll von Menschen wie ich.
Wir alle, als Restmüll einem einmal Blühenden Zunft, Leben nun als vergessener lästiger Überbleibsel des damaligen Deutschen Christliches Seefahrt fast am Rande der Existenz Minimum und werden bald alle verschwunden sein.
Laut Statistik lebt ein Mann heute zutage 78 Jahre.
So ein Scheiß, da habe ich also laut Statistik noch 15 einsamen Jahren vor mir abzuknabbern, das überlebe ich nicht, ganz bestimmt nicht. Genau so wenig wie einigen den Mitbewohnern und Kollegen von mir, die hier im Seemannsheim am Rande dem Existenzminimum ihrer Dasein fristeten, es nicht überlebt haben. Wir leben einen notdürftiges Leben, weil man uns belog und schamlos ausnutzte und danach, wie lästiger Müll wegwarf.
Deswegen fristen viele ehemalige Seeleute ihr Dasein auf prekärer Basis in den Seemannshäusern des Landes oder in billigen Sozialwohnungen oder billigen absteigen und können keinen Fuß mehr im Leben fassen.
Am Ende werden wir irgendwann alle irgendwo ganz allein, den Löffel abgeben.
Der Seemannspastor wird dann in der Seemannsheimkapelle eine kurze Andacht halten, danach wird die kleine Trauergemeinde mit dem Minibus der Mission, zum Friedhof hinausfahren, wo eine Urne mit der Asche des Seemanns einsam in der Friedhofskapelle, stehen wird.
Der Seemannspastor wird als Amtsperson der Name des verstorbenen Seemanns auf der Urne bestätige, denn es werden keine Familien-Angehörigen da sein.
Wenn es hoch kommt, werden gerade eine Handvoll Kameraden nach einem kurzen Gebet, einen Friedhofsangestellten das mit der Urne vorweg und dem Pastor hinterher, zu dem Namenlosen teil des Friedhofs gehen, wo einen Loch auf der Wiese, vielleicht 20 mal 20 Zentimeter und grade einen Meter Tief, auf die Überreste von einem von uns wartet.
Man betet, man erinnerte sich noch ein Mal, vielleicht für das aller letzte Mal an den verstorbenen Kameraden, die Urne wird in das kleine Loch auf der grünen Wiese versenkt und von dem Friedhofangestellten in ein paar Minuten dicht geschaufelt.
Grade zehn keine Spaten Erden sind genug um ein kleines Loch in der Wiese zuzuschaufeln, wo eine Urne mit der Asche einem Seemann drin liegt, mehr nicht.
Das weis ich all zu genau, weil ich solchen Schippen Erde schon ein paarmal gezählt habe, darum weis ich das!
Erde zu Erde!
Asche zu Asche!
Staub zu Staub!
Der Fall ist abgelaufen, … ab zum Leichenschmaus ihr Helden.

                 

24.10.11 11:53


DIE, DIE SICH UNMORALISCH VERHALTEN.

Am Anfang der 60 Jahre, bei einen der vielen gewerkschaftliche Kundgebungen in NRW, ein sehr weiser und weit sehender Gewerkschaftsfunktionär, sagte unter anderem, dass wichtig als Maschinen, wichtiger als Geld und Macht, am wichtigsten, sei, der Mensch.
Damals der Mensch als solche, war noch Mittelpunkt, der Anfang und das Ende einer Gesellschaft, das Land wuchs, war stark und einflussreich. 
Heute ist es anders, denn wenn auch ohne den Menschen es eine Gesellschaft einfach nicht geben würde, die moderne Marktwirtschaft und dem Diktat der Globalisierung, sehen den Menschen, solange er nicht von Roboter ersetzt werden kann, nur als mittel zum Zweck und weis Gott, nicht mehr als Mittelpunkt des Geschehens.
Folglich, der Mensch und seine gesellschaftliche Form als solche, ist also nur noch das Futter des Apparates zu betrachten. Der Zweck der Maschine ist Geld zu verdienen und sie kann nur Geld verdienen, indem sie Menschen verheizt. Profit zu generieren ist das oberste Gebot der Akteure der Marktwirtschaft und selbst die, als Erfinder des Systems, werden von der abstrakten Realität der Formel, die sie selbst im Gange gesetzt haben, als austauschbare Roboter fixiert. Die Globalisierung in seiner heutigen Form, die nur sich selbst anerkennt und huldigt ist nur mit einem als Menschen und Länder verachtenden Plünderungsapparat gleich zu stellen der sich irgendwann zwangsläufig selbst zerstören wird. Daraufhin aber, das ausgeplünderte Land verliert an Wohlstand und an Prestige in der Welt und erst dann, scheint das hintergangene Volk sich aus der fast lethargische Gleichgültigkeit einer Hammelherde zu lösen. Wohlgemerkt, sie tut es nur, und nur weil die allgemeine Unsicherheit, die generelle ausnahmslose Unwohlsein des Volkes, Harz IV und Wetten das zum Trotz, weit über die Schmerzgrenzen des eigenen Arsches, hinausgewachsen ist. Demgemäß das Volk bemitleidet sich selbst und jagt nach dem geklauten Wohlstand mit jedem ihr zu Verfügung stehenden Mittel und wird dabei zunehmend aufgewühlter, gefühlsbetont irrational und abwegig. Ganz zum Schluss, so als ob es zum Land nicht dazugehören würde, stirbt in so einer Gesellschaft die Demokratie und die Verfassung verkommt. Ab dem Moment, ist der Weg zu wirtschaftlichem Chaos und politischer Willkür ist somit geebnet und frei. Denn, wenn die so genanten hohen Herren, die, die da oben irgendwo sitzen, geschützt von maßgeschneiderten Gesetzen und ministeriale Anordnungen, den Patriotismus und die Vaterlandliebe als solche, nur als mittel zum eigenen politischen Zweck und nur für die persönlichen und wirtschaftspolitischen Interessen einer fragwürdige, so genante Wirtschaftselite anwenden, dann ist es um das Land geschehen. Ausländische Geldinvestoren wandern aus und kommen nicht mehr zurück, andersherum, manche anderen kommen überhaupt nicht.  Demzufolge steigt die Arbeitslosenzahl und wird nur durch Billigjobs verschönert, Vater Staat wird immer ärmer und handlungsunfähig und die Menschen immer ärmer. Zu guter Letzt, all diejenige, und da sind Gotteslob sehr viele, die sich nicht in die Rhetorik der politische Hochmut, von einer Hand voll politische Chauvinisten und anachronistische Verbandmeierei sich nicht fangen lassen wollen, wandern in Scharen aus Menschen die solche Wirtschaft und sozialpolitische Katastrophen verursachen, sind keine Patrioten. Derartige Bazillen sind vielmehr als Gewöhnlichen vulgäre Schmarotzer, als Zuhälter des eigenen Landes und deren Mitbürger und nicht, als Vaterland liebende Patrioten zu betrachten. Unmoralisches benehmen dem eigenen Volk gegenüber sei es aus politischen oder wirtschaftlichen Interessen, ist einfach verwerflich und abscheulich. Derartige Gestalten sind billige kriminelle Geldabsahnenden akademischen Freischärlern, alles was man will, aber weiß Gott, sie sind absolut nicht, als anständige Bürger anzusehen. Das ist aber der fruchtbare Boden, wo politische Despoten ihren willigen Helfer finden. Denn heutzutage sei es nur um die Rabiate, Selbstverherrlichungswille wegen, wenn auch mit anderen Mitteln, heute, genau so wie damals zu Goebbels Zeiten, die Grundlage scheint, sich nicht verändert zu haben. Das Ziel der Wenigen über die Vielen, der gleiche, nämlich die Macht, diesmal aber die Macht des Geldes, denn die Macht des Geldes ist auch eine Form von Diktatur, vielleicht sogar die schlimmsten aller Diktaturen. Es war immer so auf dieser Welt, aber nur so lange, bis ein Volk nicht die Courage fand, sich aus der Klammer der Demagogie der Wenigen zu befreien und solange ein Volk nicht in der Lage ist, sich die Zwangsjacke des Eigennützigem denken der Verknechteten abzustreifen, und klar und deutlich, gegen jegliche Form von Unterdrückung zu kämpfen, wird es immer so sein.
Daher die Urdummheit der Verbandmeierei ist in das Land ihrer Urheber zurückgekehrt und spricht heute wieder mal Deutsch, sie tut es aber mit der Sprache und mit der Doktrin der Globale Marktwirtschaft.
Sie spricht im Namen des Geldes und verheizt dabei das eigene Volk. 
Sie tut es nach Pax Romana Art und Weise, in dem sie Panem et Circénses verspricht, und Almosen unten die immer ärmer werdende und leidende Bevölkerung verteilt.   
Sie tut es, indem sie, die blindwütige Knechtung und Unterdrückung des eigenen Volkes, durch die wirtschaftlichen Machenschaften einer Hand voll Wirtschaftskriminelle mit dem Band des Bundesverdienstkreuzes am Hals gewippt befürwortet, und mit Maßgeschneiderten ministerialen Erlässen fördert.
Sie tut es mit marktwirtschaftlicher Erpressung anderer Länder, nicht mehr mit fliegenden Bombergeschwadern. 
Sie tut es mit der Einschüchterung anderer Völker durch Wirtschaftspolitische und politische Bismarck’sche Arroganz, nicht mehr mit Panzerbrigaden.
Sie tut es mit gezielt Eingesetzte, giftiger und Gefährlicher journalistischer spinn, nicht mehr mit vernünftiger Argumentation und Dialog,
Sie tut es wieder, nur diesmal tut sie es anders. 
Das ist ein Sakrileg, eine infamer Anathema Angesicht dem deutschen Volke, zu seinen Toden, zu seinen Hoffnungen und zu seinen Ängsten, zu seiner Anständigkeit.
Denn eine „Pax Urdummheit“ wird zwangsläufig nur zum politischen Chaos im Lande führen.
Europa und die Welt haben es begriffen und sie wenden sich angewidert langsam ab und schauen teilnahmslos zu, denn diese „Pax Urdummheit“, sei es auf dem wirtschaftlichen oder auf dem politischen Flur, hat nur noch Suizid zur Hand.
Suizid, oder Wiederkehr zu dem aufrichtigen Schaffen, dass das Deutschland der Nachkriegszeit, zu dem Land machte, was sie heute leider nur noch als Schatten von sich selbst zu betrachten ist, nämlich nicht mehr Marktführenden und Wegweisenden Aufrichtiges und weltanschauliches politisches Denken und wirtschaftlichem Handel in Europa.
So wie es aber aussieht, das wirtschaftliche und politische Deutschland hat dem Beispiel des Verbands der Deutsche Reeder und der Deutsche Seefahrt folgend, Suizid gewählt.
Ein Suizid der Selbstbewunderer.
Ein selbstaufrichtiger Suizid.
Einen selbstglorifizierenden Suizid.
Es wird ein sehr langer, sehr schmerzlicher Suizid werden, vor allem aber wird es ein sehr einsames und beängstigendes Sterben sein.
Saludos Amigos. Ende.

Franco Parpaiola

Aus: Manuskpript n°10 !Geschchten und Epilogen" Bremen 2005

1.10.11 20:40


MS MARIKA DFSW

Der Zollbeamte, der mir, bei uns an Deck die Ohren über „Britannia rules the wave“ voll quasselte, ging mir langsam auf den Sack.
An dem Morgen hatte ich gerade meine Schmuggeltour absolviert.
In der Stadt hatte ich die zwanzig bestellten Stangen Zigaretten und zehn Flaschen Gin an die Stammgäste in unserer Stammkneipe verteilt.
Um meine Kosten so niedrig wie möglich zu halten und so wenig wie möglich auf Lager zu haben, schmuggelte ich nur auf Vorbestellung und niemals auf Verdacht.
Bei meiner Lieblingsnutte, die dear Mary, war ich auch gewesen, bei ihr hatte ich mit zwei Stangen Marlboro und einer Flasche Gordon Gin meine Fickschulden von der Reise davor beglichen, denn bei ihr hatte ich Fickkredit und war gleich darauf wieder zurück an Bord gegangen.
Ich war der Einzige, der bei ihr kurz vorm Auslaufen, wenn das Geld alle war, auf die Schnelle auch auf Pump bumsen konnte.
Zwischen uns beiden hatte sich auf bizarre Weise eine eigenartige Freundschaft entwickelt und der hatte sich im Laufe der Zeit sogar gefestigt.
Einige Monate zuvor war ich an einem nebeligen Sonntagmorgen von meiner Schmuggelwarenliefertour unterwegs zurück zum Schiff.
Im Laufe der Zeit hatte ich mir dort eine gute Klientel aufgebaut, und die Geschäfte liefen sehr gut.
Besonders Zigaretten waren sehr gefragt, Gin und Whisky aber auch, der Verdienst war nicht besonders hoch.
Die Menge machte es aber möglich, so dass ich, nicht nur meinen eigenen Bedarf an Zigaretten und eventuell auch einen Landgang Tour durch die Kneipen damit bezahlen könnte, sondern auch den Nachschub an Wodka für die Kunden in Finnland in der Bordkantine kaufen könnte, und das war letztendlich mein Nettoverdienst.
An dem nebeligen Tag, als ich Mary traf, war ich also guter Dinge unterwegs zurück zum Schiff, ich hatte gute Geschäfte gemacht und hatte, alles Drum und Dran, um die einhundert Englische Pfund in der Tasche, zwar brutto, aber immerhin einhundert Englische Pfund.
In Nebel waren wir fast zusammengestoßen, so dick war die Suppe an dem Morgen, als sie aus ihrem Haus kam.
Obwohl sie es anscheinend eilig hatte, blieb sie stehen und murmelte ein „Sorry“ als Entschuldigung, und ich tat dasselbe, dann mir nichts, dir nichts bat sie mich um fünfzig Pfund.
>Wir kennen uns nur vom Sehen aus der Kneipe, Chief, aber bitte, gib mir fünfzig Pfund, ich muss mir Medizin besorgen, und meine Freundinnen haben alle kein Geld, das Geld bekommst du bei deiner nächste Reise von mir wieder<, bat sie mich.
Ja, sie hatte recht, wir kannten uns nur vom Sehen und nur aus der Kneipe, trotzdem gab ich ihr das Geld.
Sie nahm es dankend und nochmals dankend an sich und verschwand eilig im Nebel der Hafenstadt.
Wenn sie krank ist, so kann sie nicht arbeiten, wenn sie nicht arbeitet, dann hat sie auch kein Geld um Essen zu kaufen, ein kleines Kind hatte sie auch noch, und deswegen gab ich ihr aufs Wort fünfzig Pfund.
Ab da waren wir gute Freunde, mit dem Geld kaufte sie sich jede Menge Antibiotika, um den finnischen Tripper zu heilen, den ihr irgendein deutscher Decksmann ihr am Arsch angehängt hatte. Mit dem Rest schaffte sie es, sich und ihr Kind über die Runde zu bringen, bis sie wieder anschaffen gehen konnte.
Nein, sie hat mir nicht das Geld in bar zurückgegeben, wir haben es peu à peu abgefickt, denn ich brachte es nicht übers Herz, bares Geld von ihr zurück, zu verlangen. Meine Großzügigkeit ihr gegenüber befestigte unsere bizarre Freundschaft noch mehr, auch weil ich ihr, wenn bei ihr Flaute in der Kasse war, immer mit 5 oder 10 Pfund schnell über die Runde half.
Sechs Monate später heiratete sie einen Kapitän von der Kümo Handelsflotte, der sich in England niedergelegt hatte und ging ab dem Tag nicht mehr in die Kneipen anschaffen..
So war es damals in Boston on the Wash, wo fast die gesamte deutsche Kümo Flotte Bauholz aus Finnland für die englische Bauindustrie herbei schaffte, da kamen sich die Menschen näher.
Dem Bauholz war damals bitter nötig um die Häuser in England, die während des Zweiten Weltkrieges von den Deutschen zerstört worden waren, wieder aufzubauen, denn die Engländer hatten kein eigenes Holz mehr.
Die Rule Brittania Helden hatten damals viele Holzschiffe gehabt, sehr viele sogar, die hatten sie auch bitter nötig gehabt, denn ansonsten wär‘s nix mit Rule Britannia gewesen.
Um die damaligen Schiffe zu bauen aber, frei nach dem Motto „British Wood for British Ships“ hatten sie fast alle ihre Wälder abgeholzt und dabei vergessen, neue Bäume zu pflanzen.
Nun aber hatten die bösen, bösen Deutschen fast all ihre Häuser im Zweiten Weltkrieg dem Boden gleichgemacht und dabei auch noch fast ihre gesamte Handelsflotte versenkt.
Nun aber, die Tommys hatten zwar den Krieg gewonnen, die hatten aber auch gemerkt, dass sie nicht nur kein Bauholz, sondern insbesondere auch keine Schiffe mehr hatten.
Der damalige Feind hatte aber Schiffe.
Als einziges Land in Nordeuropa, keine fünf Jahre nach dem Krieg, besaß Deutschland nicht nur die größte Kümo-Flotte Europas, von Hamburg aus diktierte sie auch der Bauholzmarkt für den Wiederaufbau Englands, so war das damals.
Im Gegenzug nun quasselte mir ein übereifriger englischer Zollbeamter an Bord der MS MARIKA die Ohren voll, von „Krieg gewonnen haben“ und ähnlichem Blödsinn.
Verdammt noch mal, das Holz, das die Tommys damals brauchten, um ihre Häuser wieder aufbauen zu können, wurde damals von deutschen Kümos gefahren, es gab verdammt viele deutsche Kümos, die verdammt viel Bauholz von Finnland nach Merry Old England fuhren, damit die Engländer ihre Hütten wieder bauen konnten.
Fast die gesamte deutsche Kümo-Flotte karrte damals Bauholz von Finnland nach England.
England hat Gott sei dank den Krieg gewonnen, ohne das deutsche Kümo-Geschwader aber wär‘s nix mit Häusler bauen gewesen, und zum Dank spielte sich nun ein englischer Zollbeamte mir gegenüber als großer Larry und Wellenbezwinger auf.
>Ich sehe nur deutsche Schiffe hier im Hafen<, hatte ich da gelassen geantwortet, als der Zollbeamte mir zum wiederholten Male über die Vorzüge der Rule Britannia und die Stärken der englische Marine die Ohren voll quasselte.
Hätte ich ihm eine gescheuert, hätte der sich ganz bestimmt nicht so erschrocken und wäre nicht so beleidigt gewesen, vor allem aber hätte der uns am gleichen Tag noch, keineswegs die Zollfahndung auf den Hals geschickt.
Das wurde aber nur dem Steuermann zum Verhängnis, denn in seiner Bude fand die Zollfahndung zehn Stangen Zigaretten, unter seinem Matratze verstaut.
Mit einhundert Pfund Zollstrafe wurde die Sache aus der Welt geschafft, und der Zoll ging nach einigen Präambeln und gut gemeinten mahnenden Ratschlägen an die Besatzung, endlich mit dem Schmuggel aufzuhören, von Bord.
>Wir wissen, dass Sie schmuggeln, Chief, und irgendwann werde ich Sie dabei erwischen, und dann wird’s für Sie richtig teuer<, warnte mich mein Lieblingszollbeamte im Hafen von Boston on the Wash am Tag danach.
Er war mein Lieblingszollbeamte, weil er so britisch verbissen war, der Affe!
Er war mein Lieblingszollbeamte, weil er mich mit seiner britischen Verbissenheit beim Schmuggeln nie erwischt hatte, da hatte ich wirklich immer mächtig Schwein gehabt.
Ganz im Gegensatz zum Steuermann, der den finanziellen Verlust in England durch massiven Billigwodka-Schmuggel in Finnland wieder gutmachen wollte.
Um den englischen Verlust ausgleichen zu können, bestellte er sich beim Kapitän drei Kisten Billigwodka, der im Einkauf um die eine Mark vierzig je Flasche kostete.
Beim Verkauf an die Hafenarbeiter in Finnland bekamen wir für eine Flasche Wodka 35 finnische Kronen, was in etwa fünfzehn DM entsprach, ein durchaus lukratives Geschäft also.
Daraus wurde aber nix, denn der Steuermann wurde prompt erwischt, und er musste eine Zollstrafe von fünfzehnhundert finnischen Kronen zahlen.
An dem Morgen, als er sein Geschäft über die Bühne laufen lassen wollte, ging er zusammen mit einem Decksmann frühzeitig in den Laderaum, wo er die Kisten mit dem Wodka versteckt hatte.
Draußen war es noch dunkel, wir hatten tiefen Winter, es war bitterkalt, der Hafen war tief verschneit, die Hafenarbeiter waren noch nicht an Bord gekommen, und die Stadt schlief noch.
Im Hafen lief nur ein einsamer Jogger herum.
Fleißig, mit gutem Schwung und Elan drehte der Jogger im Trainingsanzug und mit Pudelmütze auf dem Kopf seine Runden im Hafen und schien sich an den Vollidioten, die drei Kisten Wodka aus dem Laderaum hievten, gar nicht interessiert zu sein.
Erst als alle drei Kisten an Deck und nach achtern geschleppt worden waren, blieb der junge fleißige Jogger an der Pier stehen.
Von der Pier aus, neben dem Schiff grüßte er artig und brav auf Finnisch mit seinem „Hyvää paivää“ und gab sich, nachdem er auf Finnisch „Guten Tag“ gegrüßt hatte, als Zollbeamter zu erkennen.
Der Agent des Schiffes erzählte uns später, dass der Jogger niemand anders als einer der finnischen Teilnehmer an der Winterolympiade gewesen war, der durch reinen Zufall an dem Morgen Lust zum Jogging gehabt hatte.
An dem Tag war er noch nicht mal im Dienst gewesen, er hatte seinen freien Tag gehabt und war an dem Morgen aus reiner Lust am Jogging der kalten, kristallklaren Luft wegen zum allerersten Mal im Hafen unterwegs gewesen, denn ansonsten lief er nur in den Wäldern herum.
Dort endete für den Steuermann der Traum vom Reichtum durch Schmuggel, denn ab da war er von seiner Schmuggelphobie ohne das nötige Wissen und die Dreistigkeit zu haben, restlos kuriert und geheilt. 
Warum er aber die Kisten mit dem Wodka nicht im Laderaum gelassen und dort im Laderaum direkt an die Hafenarbeiter verkauft hatte, konnte mir der Gute später gar nicht sagen.
Es war wirklich mühsam damals, so ein Schiff mit Holzbrettern zu beladen.
Damals gab es noch kein Paketholz, diese Ladungsweise war noch nicht richtig angelaufen, der ganze Zirkus stand noch in embryonalem Zustand, denn es mangelte noch an Verpackungsutensilien und Infrastrukturen an Land.
Die gab es damals noch nicht, weil die noch nicht erfunden worden waren.
Zu den damaligen Zeit wurden die Holzbretter noch einzeln per Handarbeit übereinander gestapelt, und bis ein Laderaum auf so eine Art und Weise voll gestapelt worden war, dauerte das natürlich seine Zeit.
Mitunter, je nach Wetterlage, konnte so ein Vorgang eine geschlagene Woche und manchmal länger dauern, bis so ein Kümo voll beladen war.
 Es gab auch noch Deckladung, die von der Besatzung mit Spannschrauben und Spannketten fest gelascht und zugedeckt wurde.
Das Zudecken der Holzdeckladung ist immer sehr wichtig und lebensnotwendig, denn auf See würde das Holz sich in einem Sturm mit Wasser vollsaugen, das Schiff würde somit schwerfälliger werden und könnte kentern.
Manche Schiffen wurden im Sturm dadurch kopflastig, und nur, weil die Besatzung im letzten Moment alle Laschings lösen konnte, damit das Holz an Deck in den Bach fallen würde, konnten sie das Schiff und sehr, sehr wahrscheinlich auch sich selbst retten.
Manch eine Besatzung hat damals in so einer Situation Schwein gehabt, denn manche andere haben nicht so viel Glück gehabt und sind mit ihrem Schiff untergegangen.
Auch einige gute Freunde von mir sind auf diese Weise für immer an Bord ihrer Schiffe auf dem Grund des Meeres geblieben.
Die alle hätten nicht zu sterben brauchen, aber für viele Kapitäne kommt Extradeckladung, auch wenn diese verantwortungslosen minderwertigen Schweinehunde ihr Leben und das der Besatzung dabei riskieren, Extrageld gleich.
„Ladungsprämie“ nannte man damals das Handgeld, das manche Kapitäne für das Überladen des Schiffes von dem Käufer in England bekamen.
Solche Helden der Seefahrt fuhren unterwegs nach England natürlich nicht durch den Kiel-Kanal, denn dort passten die Wasserschutzpolizei und der Zoll höllisch auf und hatten mit Recht kein Erbarmen mit solchen Typen. 
Überladene Schiffe, die durch den Kiel-Kanal fuhren, wurden sofort gestoppt und an die Kette gelegt, bis die gelichtet worden waren.
Das wäre für manche Seefahrtshypokriten natürlich verdammt teuer zu stehen gekommen und hätte neben sehr beachtlichen Strafen unter Umständen auch umfangreiche juristische Konsequenzen mit sich gebracht.
Daher, um Problemen in Deutschland aus dem Weg zu gehen, fuhren diese Helden der Seefahrt und gewissenlose Argonauten mit ihren überbeladenen Schiffen durch das Skagerrak nach England.
Irgendwo bei Skagen, zwischen Dänemark und Norwegen oder der Nordsee, bekamen die dann im Winter einen auf den Sack und manche von denen pflanzten sich dann in irgendeine Welle hinein und tauchten nicht wieder auf. 
Denn die Nordseestürme, besonders im Winter, kennen keine Gnade mit schwerfälligen, durch klatschnasse Holzdeckladung überladenen, kopflastigen Schiffen.
Ja, es stimmt, auf diese Weise habe ich einige gute Freunde verloren und leider Gottes bin ich nicht der Einzige, der aufgrund der Gier einiger Scheiß Argonauten auf See sehr gute Freunde verloren hat.
Von wegen hier Act of God, Gott hat damit nichts zu tun.
Es ist die Besessenheit solcher Bastarde, die es wagen, sich Reeder oder Reederei-Inspektoren zu betiteln, deren Sucht nach Geld und noch mehr Geld, nach Prestige und Karriere, die einige von meinen Freunden - und nicht nur die - umgebracht hat, nicht Gott.
Gott, verdammt noch mal, hat damit nichts zu tun. 
Daher bekämpfe ich Argonauten an Bord genauso wie an Land, die, die nur an die eigenen Interessen und an das easy Money denken und die dem leichten Geld auch auf Kosten von Menschenleben auf See hinterherlaufen.
Man sollte solche widerwärtigen Bazillen aus den Meeren entfernen.
Ohne Zeit zu verlieren, sollte man solche Schweinehunde aus der christlichen Seefahrt ausrotten.
Regelrecht für immer aus dem Verkehr ziehen und ohne Wenn und Aber wegen fahrlässigen Handlungen oder gar wegen Totschlags in den Knast werfen.
ENDE
 

4.9.11 19:32


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